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Oculus Rift: Palmer Luckey im Netz als Trump-Unterstützer geoutet

Er hat 700 Millionen US-Dollar und ein Faible für schlechte Scherze – und möglicherweise auch für Donald Trump: Palmer Luckey , Erfinder von Oculus Rift, verärgert erneut seine eigene Community.
/ Peter Steinlechner
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Palmer Luckey soll subversive Anti-Clinton-Werbung unterstützen. (Bild: GABRIELLE LURIE/AFP/Getty Images))
Palmer Luckey soll subversive Anti-Clinton-Werbung unterstützen. Bild: GABRIELLE LURIE/AFP/Getty Images)

In den USA macht Palmer Luckey, einer der Gründer und Chefs von Oculus VR, erneut Negativschlagzeilen. Diesmal geht es darum, dass der 24-jährige Luckey – der laut Forbes rund 700 Millionen US-Dollar besitzt – eine Organisation namens Nimble America finanziell unterstützt haben soll. Nimble America soll sich im Wahlkampf auf die Seite von Donald Trump geschlagen, möglicherweise aber auch antisemitische Tendenzen haben.

Palmer Luckey – Interview (Gamescom 2015)
Palmer Luckey – Interview (Gamescom 2015) (08:51)

In der Technikszene macht sich Luckey damit nicht zum ersten Mal unbeliebt. Der einst von der Community gefeierte Erfinder und Bastler hat viele mit dem Verkauf von Oculus VR ausgerechnet an Facebook vor den Kopf gestoßen. Auch mit dem rigiden Rechtemanagement von Oculus Rift hat er einstige Weggefährten und Unterstützer verprellt. Dazu kamen Ungeschicklichkeiten wie ein Foto für das Titelblatt des Time Magazine, auf dem Luckey – mit VR-Headset auf dem Kopf – einfach unvorteilhaft aussah.

Über den aktuellen Vorfall hat zuerst das Magazin The Daily Beast(öffnet im neuen Fenster) geschrieben; Luckey soll die Story bestätigt haben. Im Grunde geht es darum, dass die von ihm unterstützte Organisation Nimble America große Plakate mit Anti-Hillary-Clinton-Werbung aufbaut. Soweit bekannt, gab es allerdings bislang nur ein einziges solches Billboard mit einer eher albernen Aussage: Zu sehen ist der Kopf von Clinton mit aufgeplusterter Frisur, darunter steht der Spruch "Too Big To Jail" ("Zu groß fürs Gefängnis").

Ganz klar ist auch nicht, was die Organisation wirklich vorhat. Die meisten Berichte in der US-Presse verstehen Nimble America als plumpe Pro-Trump-Unterstützer, die auch vor fremdenfeindlichen Sprüchen nicht zurückschrecken. In Foren gibt es – seltener – aber auch die Vermutung, dass die ganze Sache irgendwie ironisch gemeint sei und in Wirklichkeit die Trump-Fraktion dumm aussehen lassen möchte.


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