Oculus Rift: "Keine Zeile Quellcode von Zenimax verwendet"
John Carmack soll bei seinem Wechsel von id Software – das Zenimax(öffnet im neuen Fenster) gehört – zu Oculus VR(öffnet im neuen Fenster) geistiges Eigentum mitgenommen haben: Diese Meinung vertritt der US-Spielepublisher Zenimax, der deshalb im Mai 2014 Klage gegen Carmack und Palmer Luckey, den Gründer von Oculus VR, eingereicht hat. Nun hat sich Oculus VR in einer offiziellen Stellungnahme an das Gericht in Dallas gewandt.

"Es gibt keine Zeile eines Quellcodes von Zenimax und keine seiner Technologien in unseren Produkten" , schreiben die Anwälte von Oculus VR laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Sie werfen Zenimax vor, die Klage nur eingereicht zu haben, weil Oculus VR künftig zu Facebook gehöre – eine Tatsache, mit der sich womöglich Geld machen lasse. Das wäre etwa der Fall, wenn Facebook und Oculus VR beschließen würden, lieber ein bisschen Geld im Rahmen eines Vergleichs statt viele Dollar für Anwälte und Gerichtskosten auszugeben.
In seiner Stellungnahme legt Oculus VR dar, dass Palmer Luckey sein VR-Headset Oculus Rift bereits öffentlich vorgeführt habe, bevor er Kontakt zu John Carmack aufgenommen hatte. Dieser führte das Headset dann auf der E3 2012 vor.
Als eines von wenigen Onlinemagazinen weltweit konnte auch Golem.de den Prototypen ausprobieren . Dabei erzählte Carmack, dass dieser von einem "befreundeten Bastler aus Texas" stamme – gemeint war offensichtlich Palmer Luckey, der seine Firma erst deutlich später gründete. Die Präsentation von Carmack fand am Messestand und auf Einladung von Zenimax statt.



