Abo
  • Services:

Oculus Rift & Co: "VR ist nicht mehr cool!"

Keine Killerapplikation, sondern eine Nische in der Nische: Ausgerechnet ein Entwickler von VR-Games hat Kritik an Oculus Rift & Co. geäußert. Experten wie Avni Yerli von Crytek widersprechen bei einer Paneldiskussion.

Artikel veröffentlicht am ,
Retro-VR-Headset auf der Quo Vadis 16
Retro-VR-Headset auf der Quo Vadis 16 (Bild: Peter Steinlechner / Golem.de)

"Es gibt kein einziges Spiel, das so etwas wie ein Systemseller ist - Virtual Reality ist eine Nische in einer Nische", sagte Lukasz Hacura von den polnischen Anshar Studios bei einer Diskussionsrunde auf der Quo Vadis 16. Sein Fazit: "VR ist nicht mehr cool!" Seine Aussage ist überraschend, weil Hacura mit seinem Team selbst an einem Game für VR-Headsets arbeitet, nämlich am Weltraumspiel Detached. Es versetzt den Spieler ähnlich wie der Film Gravity als Astronaut ins All, bietet aber einen harten Überlebenswettkampf gegen einen anderen Spieler.

  • Thomas Bedenk, Odile Limpach, Moderator Michael Liebe sowie Avni Yerli und Lukasz Hacura auf der Quo Vadis 16. (Foto: Golem.de)
Thomas Bedenk, Odile Limpach, Moderator Michael Liebe sowie Avni Yerli und Lukasz Hacura auf der Quo Vadis 16. (Foto: Golem.de)
Stellenmarkt
  1. beauty alliance Deutschland GmbH & Co. KG, Bielefeld
  2. Bosch Gruppe, Abstatt

Die Produktion von Detached finanziert Hacura unter anderem mit der Entwicklung von VR-Anwendungen für Feuerwehrleute. Zufrieden ist er damit nicht: "Wir möchten Sachen für Gamer machen, und das ist momentan wirklich schwierig. Die VR-Headsets richten sich an Hardcore-Spieler, aber es gibt so gut wie keine Hardcore-Inhalte" - und damit nach Ansicht von Hacura auch noch keinen funktionierenden Markt.

Hacura hofft, dass sich die Situation möglicherweise durch Playstation VR ändere. "Sony arbeitet mit Entwicklern wie uns wirklich intensiv und gut, auch in Europa." Die anderen Hersteller könnten davon noch lernen. Zur Veröffentlichung des Headsets für die Playstation 4 im Oktober 2016 erwartet er ein gutes Line-up. Der Start von Oculus Rift und HTC Vive fühle sich dagegen eher wie ein Softlaunch an.

Avni Yerli, einer der Gründer und Chefs von Crytek, sieht die Sache anders: "Ich erwarte in den nächsten drei Jahren für alle Systeme eine relevante Reichweite." Bei vielen potenziellen VR-Nutzern dienten Google Cardboard und Gear VR als Einstieg, aber irgendwann würden sie aufrüsten wollen. Inzwischen sei von der IT-Industrie viel in Hard- und Software investiert worden, das werde sich langfristig auszahlen. Auch er attestierte Sony einen guten Job - obwohl seine Firma mit The Climb sogar ein Rift-exklusives Spiel in Vorbereitung hat.

Erfolgreich läuft laut Yerli auch das Programm, mit dem Crytek die Arbeit an VR-Entwicklungen und -Forschung an Universitäten fördert. Über 400 Bildungseinrichtungen in der Welt beschäftigen sich mit den Technologien, rund zehn davon in Deutschland.

Nach Meinung von Odile Limpach, Dozentin am Game Lab der TH Köln und frühere Chefin unter anderem von Blue Byte, kann Virtual Reality besonders in Branchen wie Automotive, Tourismus und Unterhaltung am Markt erfolgreich sein. "Für Spielentwickler ist das eine tolle Chance, weil sie den anderen Branchen so vielleicht zeigen können, wozu sie in der Lage sind" - etwa durch das Know-how bei Gamification oder schlicht den Technologien, die zu großen Teilen von Spieleherstellern entwickelt wurden und werden. Zudem verwies Limpach auf den Aspekt der sozialen Interaktion.

Der VR-Berater Thomas Bedenk ist ebenfalls überzeugt, dass Virtual Reality ein Erfolg werde. Facebook und andere Techfirmen seien extrem daran interessiert, die Arbeiten an der zweiten und dritten Generation der Hard- und Software hätten hinter den Kulissen längst begonnen.

"Virtual Reality hat auch deshalb Potenzial, weil es ein besonders zugängliches Medium ist - man bewegt sich mehr oder weniger natürlich", sagte Bedenk. Für aufwendige Blockbuster-Games sei der Markt zwar noch zu klein. Wer sich schlau anstelle und mit den Mechanismen und Budgets von Indiegames arbeite, könne allerdings schon Geld verdienen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 319€ (aktuell günstigste GTX 1070!)
  2. (aktuell u. a. Enermax T.B.Silence ADV 120 mm für 9,99€ + Versand)
  3. (u. a. Euro Truck Simulator 2 - Beyond the Baltic Sea (DLC) für 8,99€ und Fortnite - Deep Freeze...
  4. 99€ + Versand (Vergleichspreis ca. 116€ + Versand)

Neutrinoseuche 22. Apr 2016

Das ist richtig. Die Tatsache das bei Kopfbewegungen die Kopfhörer mitbewegt werden...

Hotohori 22. Apr 2016

Oculus und HTC machten noch nie ein Geheimnis daraus, dass VR ein paar Jahre brauchen...

bccc1 22. Apr 2016

Da Exklusivtitel bei Oculus anders als in der Konsolenwelt üblich definiert ist, spricht...

bccc1 22. Apr 2016

Das Konzept war schon immer cool. Nur die Umsetzung ist jetzt erst langsam in der Nähe...

it-fuzzy 22. Apr 2016

http://www.chip.de/news/PlayStation-VR-Spiele-Diese-Games-kommen-zum-Launch_91063122.html...


Folgen Sie uns
       


Super Tux Kart im LAN angespielt

Super Tux Kart läuft jetzt auch im LAN und WAN.

Super Tux Kart im LAN angespielt Video aufrufen
Asana-Gründer im Gespräch: Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen
Asana-Gründer im Gespräch
"Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen"

Asana ist aktuell recht erfolgreich im Bereich Business-Software - zahlreiche große Unternehmen arbeiten mit der Organisationssuite. Für Mitgründer Justin Rosenstein geht es aber nicht nur ums Geld, sondern auch um die Unternehmenskultur - nicht nur bei Asana selbst.
Ein Interview von Tobias Költzsch


    Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
    Android-Smartphone
    10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

    Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
    Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

    1. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
    2. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps
    3. Sicherheitslücke Mit Skype Android-PIN umgehen

    Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
    Mac Mini mit eGPU im Test
    Externe Grafik macht den Mini zum Pro

    Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
    2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
    3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

      •  /