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Oculus Quest: Meta stellt Unterstützung für erste Quest ein

Es werden keine neue Features mehr für das Oculus -Headset entwickelt. Meta stellt 2024 alle Patches ein.
/ Daniel Ziegener
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Die Quest wird zum Auslaufmodell. (Bild: Minh Pham)
Die Quest wird zum Auslaufmodell. Bild: Minh Pham / Unsplash

Meta hat ein Ende des Supports für die erste Generation seines Virtual-Reality-Headsets Quest angekündigt. Das teilte der Konzern Nutzern in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) mit. Es werden ab sofort keine neuen Software-Funktionen mehr entwickelt, Bugfixes und Sicherheitspatches soll es noch bis 2024 geben. Außerdem können Nutzer laut der E-Mail nicht mehr einer Party – etwa für Sprachchats oder Multiplayer-Spiele – beitreten.

Hintergrund sind wahrscheinlich Limitierungen durch den langsamen Prozessor des ersten Quest-Modells. Das Oculus Quest wurde 2019 im Test bei Golem.de (g+) für gutes Tracking und die Displays gelobt. Schon damals fiel der leistungsschwache Snapdragon-835-Chip auf. Bereits 2020 erschien der Nachfolger Quest 2 mit einer angepassten Version des Snapdragon 865.

Technische Unzulänglichkeiten wie die rudimentäre 3D-Grafik oder das fehlende Tracking von Beinen der Avatare sorgte im vergangenen Jahr immer wieder für Spott über Metas Metaverse Horizon Worlds. "Die Grafik in Horizon kann noch viel mehr" , versprach CEO Mark Zuckerberg.

Der ehemalige Oculus-CTO und Berater von Metas VR-Abteilung Reality Labs John Carmack äußerte sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch zu teureren Prozessoren, da Highend-Hardware einer massentauglichen Preisgestaltung der VR-Headsets im Weg stehen würde (g+). Er kritisierte auch die Preiserhöhung des Meta Quest 2 im Sommer 2022. Beide Modelle des VR-Headsets kosten seit August 2022 je 100 US-Dollar mehr als bei der Markteinführung. Carmack verließ Reality Labs im Dezember 2022 .

Kunden in Deutschland konnten beide Headsets lange nicht kaufen, da der damals noch Facebook genannte Konzern 2020 den Verkauf von VR-Headsets hierzulande einstellte . Das Bundeskartellamt hatte die verpflichtende Anmeldung über ein Facebook-Konto bemängelt. Erst seit Dezember 2022 können Metas Virtual-Reality-Headsets auch wieder in Deutschland käuflich erworben werden .


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