• IT-Karriere:
  • Services:

Oculus Go ausprobiert: Für 200 US-Dollar eine gute VR-Erfahrung

Mit dem Oculus Go bringt Facebook ein drahtloses Stand-alone-VR-Headset auf den Markt, das wenig kostet. Dennoch überzeugt gerade das 72-Hz-Display, allerdings vermissen wir Positional Tracking.

Artikel von veröffentlicht am
Oculus Go
Oculus Go (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Ein halbes Jahr, nachdem Facebook das Oculus Go vorgestellt hat, konnten wir das Stand-alone-VR-Headset auf der Entwicklerkonferenz GDC 2018 für knapp eine halbe Stunde ausprobieren. Verglichen mit Samsungs GearVR macht das Oculus Go praktisch alles besser und ist mit einem Preis von 200 US-Dollar viel günstiger, weil es kein Smartphone benötigt.

Stellenmarkt
  1. CAREL Deutschland GmbH, Gelnhausen
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München

Das VR-Headset ist drahtlos und integriert typische Smartphone-Hardware, konkret einen Snapdragon 821. Der kümmert sich ausschließlich um die virtuelle Realität und muss keine Dinge wie zusätzliche Hintergrund-Apps berechnen. Anders als beim GearVR fehlen Tasten am Head-mounted Display, die Steuerung erfolgt per Controller - zu dem gleich mehr. Das Oculus Go selbst ist ziemlich bequem, wenngleich etwas nasenlastig. Wir bevorzugen daher herunterklappbare Displays wie etwa bei Sonys Playstation VR.

Neben einem Power-Button und zwei Lautstärketasten verbaut Facebook noch einen Klinkenanschluss und einen Micro-USB-Port. Das Oculus Go hat integrierte Treiber für Spatial Audio, dergleichen zu bewerten ist uns aber aufgrund des lauten Showfloors unmöglich. Dafür überzeugt das Display: Facebook nutzt ein LCD mit 72 Hz statt 60 Hz und Fixed Foveated Rendering. In der Mitte wird der Inhalt mit vollen 1.280 x 1.280 Pixeln gerendert, nach außen hin mit 1/4 bis 1/16 dieser Auflösung. Dadurch wird Leistung frei, die in (über) 72 fps oder eine bessere Bild- sowie Grafikqualität investiert werden kann.

Beim Ausprobieren fiel uns das Fixed Foveated Rendering nur auf, wenn wir bewusst auf die Randdarstellung geschielt haben. Das horizontale Sichtfeld (Field of View) dürfte in etwa dem Oculus Rift entsprechen, also rund 100 Grad. Klar besser sind die neuen Linsen, da sie kaum streuen und wir bei hellen Inhalten auf schwarzem Hintergrund weniger Strahlenbündel sehen. Unserem ersten Eindruck zufolge könnten die LCDs auf einer RGB- statt einer Pentile-Matrix basieren, was weniger Farbsäume bedeuten würde.

Wir haben drei Spiele ausprobiert: einen Space Shooter namens Anshar Online, die VR-Umsetzung eines Brettspiels, nämlich Die Siedler von Catan, und They Suspect Nothing, wo ein kleiner Roboter unsere Hilfe braucht. Grafisch sieht das alles so aus wie wir es von Smartphone-Hardware erwarten, die 72 Hz Frequenz und die generelle Display-/Linsen-Qualität gefallen uns dafür umso besser.

Der Controller hat einen Home- und einen Zurück-Button, einen Z-Trigger für den Zeigefinger und ein Touchpad. Er unterstützt nur drei Freiheitsgrade (3DoF), weshalb wir ihn in der virtuellen Realität nicht nach vorne strecken können. Auch das Oculus Go beherrscht kein Positional Tracking, mehr als den Kopf drehen oder neigen klappt also nicht. Gerne hätten wir uns bei Die Siedler von Catan heruntergebeugt, so wie bei Defense Grid 2 für das Oculus Rift ...

Angesichts von 200 US-Dollar ist das aber zu verschmerzen. Facebook hat auch von Anfang an gesagt, dass das Oculus Go ein 3DoF-Headset wird. Der Erscheinungstermin wurde bisher nicht offiziell kommuniziert, Mai 2018 klingt jedoch sehr wahrscheinlich - zumal Entwickler schon längst mit dem Gerät arbeiten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 326,74€
  2. 206,10€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  3. 499,90€

senf.dazu 31. Mär 2018

Danke für's Update. Aber der PC den man zusätzlich braucht hebt das trotzdem in ein...

Achranon 27. Mär 2018

Die VR Geräte sind doch jetzt schon unglaublich billig sind für das was sie liefern...

superdachs 27. Mär 2018

Keine brauchbare Software/Spiele (ernsthaft, wer braucht die zwölfte Angelsimulatordemo...

macray 26. Mär 2018

okay... ich hatte da auf etwas potenteres gehofft, dass ich trotzdem am Rechner betreiben...

Cypher 26. Mär 2018

Und Santa Cruz ist noch nicht auf dem Markt (und es gibt auch noch keinen Marktstart...


Folgen Sie uns
       


Star Wars: Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot
Star Wars
Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot

Er war einer der großen Stars der originalen Star-Wars-Trilogie und doch kaum jemandem bekannt. David Prowse ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Ein Nachruf von Peter Osteried

  1. Spaceballs Möge der Saft mit euch sein
  2. The Mandalorian Erste Folge der zweiten Staffel ist online
  3. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Nutzer beklagen Netzabbrüche beim iPhone 12
  2. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  3. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler

Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

    •  /