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Ocean Cleanup: 45 Millionen Kilogramm Müll aus Gewässern entfernt

Die Organisation Ocean Cleanup will Meere und Flüsse von Plastikmüll befreien. Allein im Jahr 2025 hat sie 25 Millionen Kilogramm eingesammelt.
/ Patrick Klapetz
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Die Organisation The Ocean Cleanup sammelt Plastikmüll aus Meeren und Gewässern. (Bild: The Ocean Cleanup)
Die Organisation The Ocean Cleanup sammelt Plastikmüll aus Meeren und Gewässern. Bild: The Ocean Cleanup

Die gemeinnützige Organisation Ocean Cleanup will bis 2040 die Weltmeere von 90 Prozent der darin treibenden Plastikabfälle befreien. Wie die Umweltaktivisten mitteilten, wurden allein im Jahr 2025 mehr als 25 Millionen Kilogramm an Abfällen aus den Gewässern entfernt(öffnet im neuen Fenster) . Seit der Gründung im Jahr 2013 sammelte die Organisation insgesamt mehr als 45 Millionen Kilogramm an Kunststoffmüll ein.

Jedes Jahr gelangen Schätzungen zufolge mehr als 19 Milliarden Kilogramm Plastikmüll in die Ozeane. Derzeit befinden sich laut der Naturschutzstiftung WWF etwa 80 bis 150 Milliarden Kilogramm Plastikmüll in den Weltmeeren(öffnet im neuen Fenster) .

Es ist unbekannt, wie viel der weltweiten Plastikverschmutzung der Meere durch Einwegplastik verursacht wird. Hier gehen die Schätzungen von 60 bis 95 Prozent aus.

Eine Studie in Nature Scientific Reports(öffnet im neuen Fenster) hingegen legt nahe, dass der Großteil nicht vom Festland, sondern über Fischereiboote in die Ozeane gelangt. Unsere Einwegplastik dagegen würde vor allem Strände und küstennahe Bereiche verschmutzen. Bis 2050 könnte das Gewicht des Plastikmülls das des weltweiten Fischbestands übertreffen.

Ocean Cleanup: Küstenreinigung und das 30-Städte-Programm

Neben der Entfernung des Mülls aus den Meeren und Flüssen bemühte sich Ocean Cleanup im Jahr 2025 auch um die Beseitigung der in küstennahen Gebieten bereits vorhandenen Verschmutzung.

Mit Forschungsergebnissen, die unter anderem auf Citizen-Science-Projekten basieren, richtete sich die Organisation an die internationale Politik. Auf der Meereskonferenz der Vereinten Nationen in Nizza erläuterte Ocean Cleanup den nächsten Schritt zur Erreichung seines Ziels. Mit einem 30-Städte-Programm soll der Eintrag von Plastikmüll bekämpft werden, der aus einigen der weltweit am stärksten verschmutzten städtischen Gebiete in die Ozeane gelangt.

"Unsere Analyse zeigt, dass durch den strategischen Einsatz von Interceptors in nur 30 sorgfältig ausgewählten Städten bis zu einem Drittel der weltweiten Plastikverschmutzung in Flüssen gestoppt werden kann" , teilte Boyan Slat mit(öffnet im neuen Fenster) , der Gründer und CEO von The Ocean Cleanup. Der Interceptor ist ein speziell entwickeltes Boot, das für verschiedene Einsatzgebiete skalierbar ist.

Nachtrag vom 20. Januar 2026, 16:23 Uhr

In der ursprünglichen Fassung waren die Einheiten nicht einheitlich. Das wurde angepasst.


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