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Screenshot aus Obey: wie das Kaninchen vor dem Geschützturm
Screenshot aus Obey: wie das Kaninchen vor dem Geschützturm (Bild: Dan Dez)

Obey-Meister spielen mit der Psyche der Gegner

Besonders perfide ist die Corpse Factory. Der Overlord erhält nämlich eine hohe Geldstrafe, wenn Bunny-Leichen in der Feed Box landen. Er wird deshalb nicht tolerieren, wenn Bunnys ihre toten Artgenossen in Richtung Depot schleppen. Gelingt es ihnen aber, direkt hinter der Feed Box einen Laserzaun zu errichten, können sie sich mit voller Absicht dort hineinstürzen und ihre Leichen gefahrlos von den Mitspielern in die Feed Box werfen lassen: Der Kontostand des Diktators ist dann schnell bei null. Selbstmord aus Angst vor dem Sieg des anderen.

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Die Corpse Factory ist nur einer von Dutzenden Tricks, die Entwickler Dan Dez in seinem Wiki auflistet. Der US-Amerikaner hat ein brillantes System aus Kräften und Gegenkräften geschaffen, die Obey zu einem Fest für Strategen machen. Matches unter Neulingen verlaufen zwar oft chaotisch und sind von ständig wechselnder Turmherrschaft geprägt. Doch kennen die Spieler erst einmal ihre Mittel, dann nutzen sie diese auch mit wachsender Virtuosität.

Die wahren Obey-Meister spielen mit der Psyche ihrer Gegner. Manche regieren als Turmherren mit eiserner Faust und verbreiten Furcht unter den Bunnys, indem sie jede Regelverletzung rigoros bestrafen. Oder sie gerieren sich als gnädige Herrscher, die bereitwillig Privilegien verteilen, bis sie uneinholbar in Führung liegen. Teilen und herrschen kann in Obey ebenfalls gut funktionieren, weil sich immer wieder Untertanen finden, die bereitwillig als Spitzel dienen. Wenn das nicht auf Anhieb klappt, setzt der Nachwuchsdiktator auf kollektive Bestrafung für Einzelvergehen. Er muss dann aber aufpassen, dass nicht irgendwann doch eine Revolution ausbricht.

Sprache kann hochmanipulativ sein: Nur wenige Spiele zeigen das so deutlich wie Obey. Im Voice Chat wird nach Kräften gedroht, gelogen, verpetzt und versprochen. Rhetorik-Talente sind hier klar im Vorteil. Besonders gewiefte Spieler nutzen die Tatsache, dass der Overlord nicht immer alle Stimmen richtig zuordnen kann und stiften zusätzliche Verwirrung, indem sie sich als ihre Mitspieler ausgeben. Private Absprachen sind in Obey nur über den Textchat benachbarter Bunnys möglich. Doch selbst dieses "Flüstern" kann der Overlord mit seinem Bannstrahl anzapfen.

Was ist nun von einem Spiel zu halten, das möglichst hinterlistige Spieler belohnt? "Ich möchte sie zum Nachdenken bringen", sagt Dan Dez Zeit Online. "Jemand in Obey bringt dich dazu, etwas zu tun, was du eigentlich gar nicht tun willst. Dabei fühlst du Erniedrigung und manchmal sogar Angst." Vergleichbare Machtstrukturen gebe es in unser aller Leben, schreibt Dez im Vorwort zum Spiel.

 Obey: Mit Kanonen auf Kaninchen schießen

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Dwalinn 09. Jun 2015

Ich habe gestern 5 Häschen erschossen.... Und sie haben mich noch nichtmal Provoziert...

Dwalinn 09. Jun 2015

Habe gestern noch 3 Kumpels überzeugen können^^ Leider haben die Montags Raid aber heute...

Zzimtstern 08. Jun 2015

Teeworlds ist ein geniales Spiel. Es ist nicht unbedingt ein muss, aber ich finde, wer es...

Cassiel 08. Jun 2015

Obacht! Aluhelm aufziehen, sofort!

Dwalinn 08. Jun 2015

Kann ich mir kaum vorstellen da es nicht so bekannt ist wie die Klassiker Monopoly und...



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