Oberlandesgericht Frankfurt: Teilen bei Facebook ist keine Unterstützung

Das Teilen eines Inhalts bei Facebook bedeutet nicht automatisch eine inhaltliche Unterstützung. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat dazu geurteilt.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook
Facebook (Bild: Valentin Flauraud/Reuters)

Wer einen Beitrag bei Facebook teilt, macht sich damit nicht den Inhalt zu eigen. Das berichtet das Blog Offene Netze und Recht unter Berufung auf das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (16 U 64/15). Anders als bei der Gefällt-mir-Funktion sei "dem Teilen für sich genommen keine über die Verbreitung des Postings hinausgehende Bedeutung zuzumessen".

Stellenmarkt
  1. Specialist (m/w/d) Software Support 3rd Level
    Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen
  2. Datenanalyst Health Care Management (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
Detailsuche

Nach weiterer Rechtsprechung sei auch mit einer Verlinkung nicht zwingend ein Zueigenmachen des Inhalts verbunden. "Der Verlinkende als Verbreiter des Inhalts macht sich eine fremde Äußerung vielmehr regelmäßig erst dann zu Eigen, wenn er sich mit ihr identifiziert und sie so in den eigenen Gedankengang einfügt, dass sie als seine eigene erscheint." Ob dies der Fall ist, ist mit der im Interesse der Meinungsfreiheit und zum Schutz der Presse gebotenen Zurückhaltung im Einzelfall zu prüfen, zitiert das Oberlandesgericht Frankfurt den Bundesgerichtshof.

Nach Auffassung des Gerichts wollte der Kläger das Posting der Frau durch das Teilen des Beitrags weiter verbreiten, ohne sich allerdings zugleich mit dem gesamten Inhalt, insbesondere einen vorgenommenen Vergleich, zu identifizieren. Dies sei anders als die Nutzung der Gefällt-mir-Funktion.

Die Entlassung eines Auszubildenden für Mediengestaltung, der bei Facebook über seinen Chef geschimpft hatte, war dagegen rechtens. Das hatte das Landesarbeitsgericht Hamm entschieden. Der 26-jährige Auszubildende war fristlos gekündigt worden, weil er in seinem privaten Facebook-Profil unter "Arbeitgeber" geschrieben hatte: "Menschenschinder und Ausbeuter", "Leibeigener-Bochum" und "dämliche Scheiße für Mindestlohn".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Naomi "SexyCyborg" Wu
Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig

Naomi Wu wird in der Maker-Szene für ihr Fachwissen geschätzt. Youtube demonetarisiert sie aber wohl wegen ihrer Körperproportionen.

Naomi SexyCyborg Wu: Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apples Gewinn stellt alles in den Schatten
    Quartalsbericht
    Apples Gewinn stellt alles in den Schatten

    Apple erwirtschaftet im letzten Quartal des Vorjahres einen Gewinn von 34,6 Milliarden US-Dollar. Und das trotz Chipkrise und weiteren Lieferengpässen.

  2. Coronapandemie: 42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen
    Coronapandemie
    42,6 Millionen mehr digitale Impfzertifikate als Impfdosen

    Einem Medienbericht zufolge gibt es eine Lücke zwischen ausgestellten Impfnachweisen und verabreichten Dosen. Diese wird sogar noch größer.

  3. Akamai: Steigende Nachfrage für illegale Kopien von Filmen
    Akamai
    Steigende Nachfrage für illegale Kopien von Filmen

    Durch die vielen neuen Streaming-Dienste ist illegales Filesharing wieder stark im Kommen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /