Oath: Verizon will Yahoo und AOL wieder loswerden

Verizon macht vor, wie man in einigen Jahren 4 bis 5 Milliarden US-Dollar verlieren kann. Der Konzern braucht Geld für 5G und Glasfaser.

Artikel veröffentlicht am ,
Ex-Yahoo-Chefin Marissa Mayer bei einer Preisverleihung im November 2019.
Ex-Yahoo-Chefin Marissa Mayer bei einer Preisverleihung im November 2019. (Bild: Tim Mosenfelder/Getty Images for Breakthrough Prize)

Der Telekommunikationskonzern Verizon Communications prüft einen Verkauf seiner Medienunternehmen, zu denen Yahoo und AOL gehören. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der geplante Verkauf, an dem das Private-Equity-Unternehmen Apollo Global Management beteiligt ist, könnte 4 bis 5 Milliarden US-Dollar erbringen.

Verizon, der gemessen an den Kundenzahlen größte Mobilfunkbetreiber der USA, kaufte AOL im Jahr 2015 und Yahoo im Jahr 2017 für insgesamt mehr als 9 Milliarden US-Dollar. Trotz Rückgängen hatten die Plattformen eine stabile Basis von Hunderten Millionen Nutzerkonten. Im Jahr 2017 wurden die Medienunternehmen unter dem ehemaligen AOL-Vorstandsvorsitzenden Tim Armstrong in die Oath-Sparte eingebracht. Ziel war, sich mit den Werbenetzwerken von Google und Facebook zu messen.

Oath erreichte jedoch nicht das Ziel eines Jahresumsatzes von 10 Milliarden US-Dollar bis 2020 und Verizon schrieb 2018 rund 4,5 Milliarden US-Dollar des Wertes ab. Verizon baute Stellen in der Sparte ab und verkaufte im November die Huffpost-Nachrichtenplattform an BuzzFeed. Zuvor wurde die Blogging-Plattform Tumblr an die Eigentümer von Wordpress abgegeben.

5G und Glasfaser kosten 21,5 Milliarden US-Dollar

Oath, zu dem auch IT-Nachrichtenseiten wie Techcrunch und Engadget gehören, erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 7 Milliarden US-Dollar. Das ist ein leichter Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verizon hat in diesem Jahr rund 53 Milliarden US-Dollar für die 5G-Frequenzen ausgegeben. Führungskräfte sagten kürzlich vor Investoren, dass Netzwerkausrüstung und Glasfaserkabel in diesem Jahr bis zu 21,5 Milliarden US-Dollar kosten werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  2. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

  3. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /