Abo
  • Services:

OAM: Mit 2,5 Terabit pro Sekunde durch die Luft

320 Gigabyte in einer Sekunde drahtlos übertragen? Das geht, sagt ein internationales Forscherteam. Die Wissenschaftler machen sich dabei ein Verfahren zunutze, das mehr Daten überträgt, ohne ein breiteres Frequenzband zu belegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Verschiedene Banddrehimpulse auf einer Welle
Verschiedene Banddrehimpulse auf einer Welle (Bild: Wikipedia)

Um auf einem bestehenden Frequenzband viele Daten zu übertragen, gilt es, die Informationen auf die Eigenschaften der Welle aufzutragen. Mit zwei Eigenschaften von elektromagnetischen Wellen, der Richtung und der Polarisation, ist das schon geschehen. Nun kommt nach dem Willen eines Forscherteams rund um Alan Willner von der University of Southern California der Banddrehimpuls hinzu.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Waiblingen
  2. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Sigmaringen

Diese Eigenschaft, unter Wissenschaftlern als OAM (orbital angular momentum) bekannt, soll genutzt werden, um ohne mehr Frequenzen dennoch mehr Daten zu übertragen. Gegenüber Extremetech sprach Willner von 95,7 Bit pro Hertz, während LTE nur 16,32 Bit pro Hertz und WLAN nach 802.11n nur 2,4 Bit pro Hertz erreichen soll.

Acht Strahlen wie einer

Die Wissenschaftler konnten zusätzlich zur Polarisation - OAM arbeitet von dieser unabhängig - im Labor über eine Distanz von einem Meter acht Lichtstrahlen mit je einem anderen Banddrehimplus parallel übertragen. Da jeder Strahl ohne das Verfahren bereits rund 300 Gigabit pro Sekunde transportieren konnte, ergaben sich insgesamt rund 2,5 Terabit pro Sekunde.

Die Strahlen werden in ihren Impulsen so verknüpft, dass sie sich wie ein einzelner Strahl übertragen lassen - nicht nur durch Luft, sondern auch durch optische Netzwerke. Die Übertragung des Experiments auf diese Leistungen ist der nächste Schritt für die Erforschung. Da die Arbeiten unter anderem von der US-Militärbehörde Darpa und dem Labor JPL der Nasa unterstützt wurden, war die drahtlose Übertragung bei direkter Sichtverbindung zuerst wichtig. Sie wird unter anderem für die Kommunikation zwischen Satelliten im All benötigt.

Die Wissenschaftler haben ihre Arbeiten bei Nature Photonics veröffentlicht. Der Hauptautor des Papiers, Jian Wang, hat nach einer Mitteilung des kalifornischen Instituts die Universität in Richtung China verlassen. Dort forscht er nun an der Hochschule in Huazhong weiter. Der OAM war schon zuvor entdeckt worden, worauf Willner ausdrücklich hinweist. Das Experiment seines Teams ist allerdings als bisher schnellste Datenübertragung mit dem Verfahren anzusehen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-67%) 9,99€
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)
  4. 45,95€

Roody 03. Jul 2012

@STSchiff: Das hatten wir schon, hat kläglich versagt: GEMA, GEMA über alles, über alles...

Raumzeitkrümmer 27. Jun 2012

Nach genau diesem Verfahren funktioniert auch das Raid 0 und SSDs werden auf diese Weise...

JM2C4Y 27. Jun 2012

wahrscheinlich ist hier der Bahndrehimpuls gemeint...

baktolan 26. Jun 2012

Das erste Mal, dass ich was im Zusammenhang mit OAM gelesen hab, war im März auf The...

Autor-Free 26. Jun 2012

Komisches Heterosterotypen-Bild das du da hast.


Folgen Sie uns
       


Asus Zephyrus M vs Alienware m15 - Test

Das Zephyrus M von Asus und das m15 von Alienware sind sehr unterschiedliche Produkte. Beide richten sich an anspruchsvolle Gamer, doch nur eines bewahrt auch unter Last einen kühlen Kopf.

Asus Zephyrus M vs Alienware m15 - Test Video aufrufen
Raspberry Pi: Spieglein, Spieglein, werde smart!
Raspberry Pi
Spieglein, Spieglein, werde smart!

Ein Spiegel, ein ausrangierter Monitor und ein Raspberry Pi sind die grundlegenden Bauteile, mit denen man sich selbst einen Smart Mirror basteln kann. Je nach Interesse können dort dann das Wetter, Fahrpläne, Nachrichten oder auch stimmungsvolle Bilder angezeigt werden.
Eine Anleitung von Christopher Bichl

  1. IoT mit LoRa und Raspberry Pi Die DNA des Internet der Dinge
  2. Bewegungssensor auswerten Mit Wackeln programmieren lernen
  3. Raspberry Pi Cam Babycam mit wenig Aufwand selbst bauen

Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
Mac Mini mit eGPU im Test
Externe Grafik macht den Mini zum Pro

Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
  2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Tesla: Kleiner Gewinn, ungewisse Zukunft
Tesla
Kleiner Gewinn, ungewisse Zukunft

Tesla erzielt im vierten Quartal 2018 einen kleinen Gewinn. Doch mit Entlassungen, Schuldenberg, Preisanhebungen beim Laden, Wegfall des Empfehlungsprogramms und zunehmendem Wettbewerb durch andere Hersteller sieht die Zukunft des Elektroauto-Herstellers durchwachsen aus.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Tesla Model 3 Tesla macht alle Varianten des Model 3 günstiger
  2. Kundenprotest Tesla senkt Supercharger-Preise wieder
  3. Stromladetankstellen Tesla erhöht Supercharger-Preise drastisch

    •  /