O2: Telefónica will Deutschland-Geschäft nicht verkaufen

Telefónica-Konzernchef Álvarez-Pallete bekennt sich zu seinem Deutschlandgeschäft. Er räumt ein, dass die Netzintegration von O2 mit E-Plus länger gedauert hat als erwartet.

Artikel veröffentlicht am ,
Telefónica-Konzernchef José María Álvarez-Pallete
Telefónica-Konzernchef José María Álvarez-Pallete (Bild: Telefonica)

Telefónica-Konzernchef José María Álvarez-Pallete hat versichert, dass er weder an einen Ausstieg in Deutschland denkt noch Anteile verkaufen oder sich einen Partner suchen will. "Deutschland ist strategisch wichtig für uns", sagte er dem Handelsblatt. "Wenn wir verkaufen wollten, hätten wir nicht 8,5 Milliarden Euro für E-Plus bezahlt." Pallete fügte hinzu: "Es ist der größte Telekommunikationsmarkt in Europa, und es ist ein stabiler und wachsender Markt. Deshalb wollen wir das Deutschland-Geschäft nicht verkaufen."

Stellenmarkt
  1. Linux DevOps Professional (m/w/d)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d) für IT-Helpdesk
    ASYS Group - ASYS Automatisierungssysteme GmbH, Dornstadt bei Ulm
Detailsuche

Die Qualitätsprobleme erklärt er mit der Zusammenlegung der beiden Netze. "Wir haben für den Umbau länger gebraucht, als wir intern dachten", sagte Pallete. Wenn an einer Basisstation gearbeitet werde, merke der Kunde das und denke, das Netz sei schlecht. Aber inzwischen seien 80 Prozent der Arbeiten erledigt. Bis Ende des Jahres sollten alle Arbeiten abgeschlossen sein. Dann würden alle sehen, wie potent das Netz sei.

Telefónica: Kein Partner bei 5G

An der anstehenden Auktion von Mobilfunkfrequenzen für den 5G-Standard will sich Telefónica beteiligen, und zwar allein. "Wir haben nicht vor, uns mit irgendjemandem zusammenzuschließen", sagte Pallete. Ein möglicher Partner wäre hier United Internet.

Die Wirtschaftswoche hatte im März unter Berufung auf Telekommunikations- und Finanzkreise berichtet, dass die spanische Telefónica den Verkauf von Telefónica Deutschland erwäge. Mögliche Käufer seien in Deutschland noch nicht aktive ausländische Netzbetreiber und Finanzinvestoren. Auch ein Teilverkauf sei möglich. Die Pläne seien aber noch in einem frühen Stadium, eine Investmentbank sei noch nicht für die Telefónica auf der Suche nach einem Käufer.

Golem Akademie
  1. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die spanische Telefónica besitzt 69,2 Prozent an Telefónica Deutschland. Der niederländische Netzbetreiber KPN hält aus dem Verkauf seiner E-Plus-Anteile noch acht Prozent an Telefónica Deutschland.

Dem Netzbetreiber wurde laut Wirtschaftswoche aus der Konzernzentrale in Madrid ein harter Sparkurs auferlegt. Für die Infrastruktur seien im vergangenen Jahr unter eine Milliarde Euro investiert worden. Der Umsatz ging 2017 um 2,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zurück. Der Verlust stieg wegen Abschreibungen auf 381 Millionen Euro nach 176 Millionen Euro im Vorjahr. In Netztests liegt O2 trotz einigen Fortschritten weiter hinten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prozessoren
Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
Artikel
  1. Zu wenig Triebwerke: Musk warnt vor SpaceX-Pleite
    Zu wenig Triebwerke
    Musk warnt vor SpaceX-Pleite

    Elon Musk sieht sich der nächsten "Produktionshölle" ausgesetzt. Dieses Mal stockt die Fertigung im Raumfahrtunternehmen SpaceX.

  2. 470 - 694 MHz: Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu
    470 - 694 MHz
    Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu

    Nach dem Vorstoß von Baden-Württemberg, einen Teil des Frequenzbereichs an das Militär zu vergeben, gibt es nun Kritiken daran aus anderen Bundesländern.

  3. Factorial Energy: Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien
    Factorial Energy
    Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien

    Durch Festkörperakkus sollen Elektroautos sicherer werden und schneller laden. Doch mit einer schnellen Serienproduktion ist nicht zu rechnen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • AOC 31,5" WQHD 165Hz 289,90€ • Gaming-Sale bei MediaMarkt • G.Skill 64GB Kit DDR4-3800 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug: u. a. TVs, Laptops • WD MyBook HDD 18TB 329€ • Switch OLED 359,99€ • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /