O2 Telefónica: Sprachtelefonie bleibt nach Corona auf höherem Niveau

Die Nutzung der Sprachtelefonie im Netz von O2 Telefónica blieb auch im Jahr 2023 auf hohem Niveau. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 22. März 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Im Jahr 2023 kamen rund 124 Milliarden Gesprächsminuten zusammen. Das sind 25 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.
Die neue Beliebtheit der Sprachtelefonie setzte in den Coronajahren ein, in denen die Mobilfunknutzer bis zu 135 Milliarden Minuten pro Jahr telefonierten. "Wir sehen ein Comeback der Sprachtelefonie. In der Coronazeit ist das Sprachvolumen deutlich angestiegen – und seitdem nicht mehr auf das Niveau davor zurückgegangen" sagte Andreas Stach, Head of Voice Core Services bei O2 Telefónica. Man entwickle die technischen Möglichkeiten dafür weiter.
Laut Angaben der Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) ist "seit 2022 die Zahl der aus Fest- und Mobilfunknetzen abgehenden Gesprächsminuten wieder rückläufig und wird für Ende 2023 auf 220 Milliarden Minuten geschätzt. Dies entspricht dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie." Die klassische Sprachtelefonie werde laut Bundesnetzagentur zunehmend durch alternative VoIP-Anwendungen von OTT-Diensten ersetzt. Internettelefonie über Onlinekommunikationsdienste machte entsprechend etwa 25 Prozent aus. Telefónica macht keine Angaben zum VoIP-Volumen über OTT-Dienste wie Whatsapp, Teams, Signal, Telegram und andere.
Telefónica: Keine Angaben zur Telefonie im 2G-Netz
Der Großteil der mobilen Telefonie bei O2 Telefónica läuft über das 4G/LTE-Netz: 80 Prozent aller Telefonate laufen über Voice over LTE (VoLTE) – Tendenz steigend. Damit sind offenbar 20 Prozent noch im 2G-Netz.
O2-Kunden steht Voice-over-new-Radio seit Oktober 2023 im 5G-Standalone-Netz zur Verfügung. Dazu muss aber ein kostenpflichtiges 5G-Plus-Pack gebucht und ein VoNR-fähiges Endgerät vorhanden sein. VoNR verwandelt Sprachsignale in Datenpakete, die innerhalb des 5G-Netzes übertragen werden. Das Technik-Upgrade schont den Smartphone-Akku, verbindet schneller und erhöht die Sprachqualität. Da die Anrufe im gleichen Netz verbleiben, ist weniger Aufwand für die Steuerung und das Routing notwendig.
Für Sprachanrufe griffen Smartphones, die mit dem 5G-Netz verbunden sind, zuvor auf das GSM-Netz (2G) und das LTE-Netz (4G/VoLTE) zurück.



