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O2 Easy Money: Telefónica-Kunde will 210.000 Euro aus Rabatt-Tarif von 2005

Vor der Einführung von Telefonieflatrates gab es ein Rabattprogramm bei O2. Damit hat der Netzbetreiber nun große Probleme.

Artikel veröffentlicht am ,
SIM-Karte (Symbolbild)
SIM-Karte (Symbolbild) (Bild: Pixabay)

Beim Oberlandesgericht München hat der Besitzer von 508 alten SIM-Karten die Telefónica auf 210.000 Euro Guthaben verklagt. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Zudem will der Kläger 14.000 Euro Auflade-Guthaben und den vermeintlichen Sammlerwert der SIM-Karten von rund 100.000 Euro von dem Netzbetreiber ausgezahlt bekommen.

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Hintergrund: Mit den Prepaidtarifen Loop Mobile Option und Loop Classic gab es bis zum Jahr 2005 die Option O2 Easy Money, womit ein Angerufener aus demselben Netz pro Gesprächsminute 2 Cent gutgeschrieben bekam. Ein Anruf kostete pro Minute 9 Cent, lange vor der Einführung von Telefonie-Flatrates. Die Tarife wurden abgeschafft und gesperrt, weil es zu gewerbsmäßigem Betrug mit Anrufsoftware kam. Mit Xtra Clever hatte die Deutsche Telekom ebenfalls ein Guthabenprogramm wie Easy Money.

Auf die Manipulationsmöglichkeit bezieht sich auch der angebliche Sammlerwert, den SIM-Karten mit Easy Money-Funktion noch heute erzielen.

Laut den AGB ist eine Barauszahlung des Guthabens nicht möglich. Doch das Gericht erklärte, es sei zu leicht für die Telefónica, den Vertrag zu kündigen, um hohe Guthaben zu streichen. "Easy Money muss man dann irgendwann auch kriegen können", sagte Herbert Lechner, der Vorsitzende des 8. Senats des Oberlandesgerichts München. Und die Nutzung eines vom Betreiber ermöglichten Geschäftsmodells sei nicht automatisch sittenwidrig.

Das Gericht hat einen Vergleich vorgeschlagen, nach dem der Kläger die Hälfte der Summe, 119.000 Euro, und 14 000 Euro Aufladeguthaben erhält. Den angeblichen Sammlerwert der Karten will man nicht anrechnen.

Die Telefónica will als Vergleich nur 25.000 Euro bezahlen, doch Richter Lechner rät, seinen Vergleichsvorschlag zu bedenken: "Sonst bekommen Sie am Ende ein Urteil, in dem Sätze stehen, die Ihnen nicht gefallen." Darauf könnten sich dann weitere Kläger in Zukunft berufen, und die SIM-Karten sind weiter gebraucht erhältlich.



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Fettoni 10. Sep 2019 / Themenstart

Ja, aber die 500.000 Euro würden ihm ja auch nicht ausbezahlt werden, sofern O2 ihm nicht...

treysis 10. Sep 2019 / Themenstart

Der Tarif wurde ja damals nicht eingestellt, sondern nur nicht mehr vermarktet. Der...

JensBerlin 09. Sep 2019 / Themenstart

Danke, sehr interessant.

Quantium40 09. Sep 2019 / Themenstart

Man ist damit zwar nicht dumm, zahlt aber einen Aufschlag. Zudem ist innerhalb der...

sebastilahn 09. Sep 2019 / Themenstart

"Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt Die...

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