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O2/E-Plus: EU genehmigt Übernahme von E-Plus unter Auflagen

O2 und E-Plus müssen 30 Prozent ihrer Netzkapazitäten abgeben und Funkspektrum an einen neuen Betreiber verkaufen. Die EU-Kommission sieht damit "keinen Anlass mehr zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken" .
/ Achim Sawall
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Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia (Bild: Francois Lenoir/Reuters)
Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia Bild: Francois Lenoir/Reuters

Telefónica Deutschland kann E-Plus übernehmen. Die EU-Kommission genehmigte am 2. Juli 2014 den Zusammenschluss der Mobilfunkunternehmen unter Auflagen. Das gab die Kommission bekannt(öffnet im neuen Fenster) . So muss Telefónica bis zu 30 Prozent ihrer Netzkapazitäten abgeben und Funkspektrum verkaufen.

Dazu hatte der spanische Telekommunikationskonzern bereits Verträge geschlossen. Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte: "Die von Telefónica eingegangenen Verpflichtungen gewährleisten, dass die Übernahme von E-Plus den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt nicht beeinträchtigen wird."

Telefónica habe sich verpflichtet, vor dem Abschluss des Zusammenschlusses bis zu 30 Prozent der Netzkapazität des neuen Unternehmens an einen oder mehrere Mobilfunkprovider zu verkaufen.

Da die den Providern zur Verfügung stehende Kapazität "festgelegt ist, werden diese einen stärkeren Anreiz haben, diese Kapazität durch attraktive Preise und innovative Dienstleistungen auszuschöpfen" , erklärte die EU-Kommission.

Telefónica habe zudem zugesichert, Funkspektrum und Vermögenswerte an einen neuen Mobilfunkbetreiber oder einen -Provider zu verkaufen. Zudem würden 4G-Dienstleistungen für Großkunden breiter angeboten.

Die EU-Kommission habe durch diese Verpflichtungszusagen "keinen Anlass mehr zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken. Die Genehmigung erfolgt jedoch unter der Auflage, dass die Verpflichtungen vollständig eingehalten werden."

Die Übernahme hat ein Volumen von 12 Milliarden Euro: Telefónica zahlt für E-Plus 3,7 Milliarden Euro, die niederländische E-Plus-Mutter KPN bekommt einen Anteil von 24,9 Prozent am neuen Unternehmen.


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