Empfehlungen zum Spritsparen helfen kaum

Derzeit sind die Kraftstoffpreise zwar im freien Fall, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder nach oben geht. Eine smarte Lösung könnte Autofahrern eine Hilfe sein, Sprit zu sparen. Pendlern könnte ein individueller Streckenplan mit empfehlenswerten Richtgeschwindigkeiten angezeigt werden. Die notwendigen Informationen lassen sich auf der täglich gleichen Strecke sammeln. So könnte dank persönlicher Big Data wie den Wartezeiten an Ampeln und ermittelten Durchschnittsgeschwindigkeiten die App die Fahrt optimieren - inklusive der Ansage, ob es sich lohnt, an einer Ampel den Motor auszumachen oder nicht. Aber auch ohne Big Data, allein mit der Kenntnis der verfügbaren Verkehrssituation, wie sie zum Beispiel Google bietet, lassen sich schon konkrete Fahrempfehlungen vermitteln. Zum Beispiel: "Besser zügig beschleunigen" oder "Gas geben lohnt nicht".

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Obwohl es sich beim O2 Car Connection um einen komplett serverbasierten Service handelt, wo die Fahr- und Bewegungsdaten vollständig gespeichert werden und diese Daten problemlos miteinander vernetzt werden könnten, findet sich in den Sprit-spar-Empfehlungen nichts davon.

Es wird lediglich geprüft, wie oft der Fahrer stark beschleunigt (ist böse) und wie oft er stark abbremst (ist auch böse). Die Sprit-spar-Empfehlung lautet deshalb im Kern stets: Fahr vorausschauend. Die App könnte dem Fahrer die notwendigen Informationen zum vorausschauenden Fahren liefern. Tut sie aber eben nicht.

Im Zusammenspiel mit den Aussagen zum Bremsen und Beschleunigen wird eine andere Macke überaus deutlich: Zwischen dem Auftreten eines Ereignisses und der Meldung durch die App liegt eine meist unkalkulierbare Zeitspanne, die irgendwo zwischen 5 Minuten und einer halben Ewigkeit liegen kann. Darauf angesprochen, verblüfft uns O2 mit der Antwort: Die Datenübermittlung vom Modul erfolge nicht in regelmäßigen Zeitintervallen, sondern erst, wenn circa 1 Megabyte an Daten angefallen sei.

Während das für einige Funktionen wie das Fahrtenbuch kein größeres Problem darstellt, ist das gerade für eine spritsparende Fahrweise kontraproduktiv. Für gewöhnlich können wir uns, speziell im Berliner Stadtverkehr, beim Eintreffen einer Nachricht über schlechtes Fahrverhalten an die konkrete Situation kaum noch erinnern. Uns fällt nicht mehr ein, warum wir an dieser oder jener Stelle "stark beschleunigt" haben.

Um neben der reinen Empfehlung auch ein wenig Motivation zum Spritsparen zu liefern, integriert Car Connection auch ein Ranking-System für mehrere Fahrer und auch ein Achievement-System. Die Idee ist im Grunde nicht schlecht, wenn auch nicht für jede Zielgruppe geeignet. Problem ist auch hier die mangelnde Instant-Rückmeldung. Die Aktualisierung dieser Motivationshilfen erfolgt nur einmal in der Nacht beziehungsweise einmal pro Woche, und das System lässt auch nicht erkennen, wie die Bewertungen entstehen. Sprit-spar-Rennen machen so keinen Spaß.

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Anonymer Nutzer 09. Feb 2015

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