NX4 Networks: Netflix sperrt erneut Glasfasernetzbetreiber

Netflix bekommt seine Probleme mit einzelnen Netzbetreibern nicht in den Griff. Nach einer kurzen Entspannung wird ein Anbieter wieder blockiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Netflix-Hauptsitz in Los Gatos
Der Netflix-Hauptsitz in Los Gatos (Bild: Netflix)

Die Kunden des rheinland-pfälzischen Netzbetreibers NX4 Networks werden wieder von Netflix blockiert. Das erklärte Geschäftsführer Jens Winter Golem.de. "Seit Mitte vergangener Woche hat Netflix wieder dicht gemacht. Es wurde bei uns nichts geändert, und es ist rund fünf Wochen her, seit Netflix uns nach ihrer Intervention freigegeben hatte."

Stellenmarkt
  1. IT Service Management Expert (m/w/d)
    Soluvia IT-Services GmbH, Mannheim, Kiel, Offenbach
  2. Fullstack Software Entwickler Java Web (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
Detailsuche

Netflix hatte zuvor nicht darauf geantwortet, ob die Freischaltung von Dauer ist. Die sei mehr "als geschäftsschädigend für uns und extrem ärgerlich für unsere Kunden." Laut Winter setzt das Unternehmen weder Proxy noch VPN ein.

Winter hatte zuvor berichtet, dass seine Kunden die Fehlermeldung erhielten, sie sollten ihr VPN oder ihren Proxy abschalten, die es jedoch nicht gab.

Zudem werden von Netflix Freifunker in Rostock blockiert, weil sie ihre Verbindungen von Hotspots zusätzlich über VPNs absichern. Obwohl die Exitnodes bei normalen Hostern liefen, blockiere Netflix die Initiative, erklärte die Opennet Initiative Golem.de. Die Situation sei für freie Funknetzwerke leider völlig normal, erklärte ein Sprecher.

Golem Karrierewelt
  1. Certified Network Defender (CND): virtueller Fünf-Tage-Workshop
    17.-21.10.2022, Virtuell
  2. Deep Dive: Data Architecture mit Spark und Cloud Native: virtueller Ein-Tages-Workshop
    09.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Im Chat mit dem Netflix-Kundendienst hatte ein Betroffener im Jahr 2016 erfahren: "Wir blockieren uns bekannte VPN/Proxydienste, (...) es können aber wohl Kunden betroffen sein, die solche Sachen nicht einsetzen, wenn der Internetanbieter, von denen Sie ihre IP bekommen, eben seinen Verkehr über einen dieser Dienste routet."

Hintergrund ist, dass Netflix-Chef Reed Hastings im Januar 2016 angekündigt hatte, der Streaminganbieter werde mit Technologien der Filmstudios sein Vorgehen gegen Proxys verstärken. Es werde mit Proxy-Servern und Mechanismen zur Umgehung von Zugriffsbeschränkungen nicht mehr möglich sein, auf Inhalte zuzugreifen, die in der eigenen Region nicht verfügbar seien. Dies geschehe auf Druck der Filmstudios, die sich durch Geoblocking höhere Gewinne versprechen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


treysis 30. Jan 2019

Das ist die PD - Präfix-Delegation. D.h. die Fritte verteilt nicht nur IP und DNS...

FreiGeistler 30. Jan 2019

Super Logik. Also liegt die Schuld beim Kunden, dass er sich nicht beim ISP über VPN...

HarunHD 29. Jan 2019

Bei mir funktioniert alles tipp top. bin absolut zufrieden. wer sich rechtswidrig...

PiranhA 29. Jan 2019

Was aber effektiv alle lokalen Anbieter wie die ÖR, Pro7, Sat1, RTL, Maxdome, Canal...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Smartwatch
Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant

Die Apple Watch Ultra verfügt über vier Schrauben auf der Unterseite. Nutzer sollten sie nicht lösen, um die Uhr nicht zu zerstören.

Smartwatch: Öffnen der Apple Watch Ultra trotz Schrauben riskant
Artikel
  1. Gegen Amazon und Co.: Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein
    Gegen Amazon und Co.
    Frankreich führt Mindestgebühren für Buchbestellungen ein

    Mit einer Mindestliefergebühr will Frankreich kleinere Geschäfte vor großen Onlinehändlern wie Amazon schützen.

  2. Gen.Travel: Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten
    Gen.Travel
    Volkswagen zeigt autonomes Elektroauto mit Betten

    VW hat eine Autostudie vorgestellt, in der niemand mehr fahren muss. Stattdessen kann gearbeitet, geschlafen oder gefreizeitet werden.

  3. E-Commerce und Open Banking: Big-Tech-Konzerne drängen in den Finanzsektor
    E-Commerce und Open Banking
    Big-Tech-Konzerne drängen in den Finanzsektor

    Open Banking sollte Innovationen fördern. Stattdessen nutzen Amazon, Apple und Google es dazu, ihre Marktmacht auszubauen.
    Eine Analyse von Erik Bärwaldt

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: Gaming-Hardware uvm. • Crucial P2 1 TB 67,90€ • ViewSonic VX2719-PC FHD/240 Hz 179,90€ • MindStar (u. a. MSI MAG Z690 Tomahawk 219€ + $20 Steam) • Apple AirPods 2. Gen 105€ • Alternate (u. a. Chieftec GDP-750C-RGB 71,89€) • Logitech G Pro Gaming Keyboard 77,90€ [Werbung]
    •  /