NVMe-SSDs: Silicon Motion bringt erste PCIe-Gen4-Controller
Silicon Motion (SMI) hat die ersten PCIe-Gen4-Controller für NVMe-SSDs(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Die Chips namens SM2267 und SM2267XT sind von Partnern schon in deren kommenden SSDs verbaut, beim Topmodell – dem SM2264 – ist zumindest die Serienproduktion angelaufen. Bisher nutzen unter anderem Adata, HP, Intel, Kingston, Klevv, Micron, Mushkin und Patriot die Controller von SMI.
Der SM2264 wird in einem 12-nm-Verfahren von TSMC gefertigt, der SM2262EN-Vorgänger noch in 28 nm. Der neue Controller unterstützt PCIe Gen4 x4 mit acht Kanälen bei 1.600 MT/s und weist acht Chip-Enabler pro Channel auf. Er nutzt (LP)DDR4 als DRAM-Cache und soll sequenzielle Datenraten von bis zu 7,4 GByte/s (Read) und 6,8 GByte/s (Write) erreichen.
PCIe Gen4 für die Mittelklasse
Beim SM2267 und beim SM2267XT hält Silicon Motion am günstigen 28-nm-Node fest, auch hier wird PCIe Gen4 x4 geboten. Die zwei Controller weisen vier Kanäle mit 1.200 MT/s auf, wobei der SM2267 über acht CEs und der SM2267XT über nur vier CEs pro Channel verfügt. Lesend liefern die Chips bis zu 3,9 GByte/s und schreibend bis zu 3,5 GByte/s – ein bisschen mehr als SSDs mit PCIe Gen3 x4. Die XT-Version muss ohne LPDDR3-Cache auskommen, ist dafür aber billiger herzustellen und die SSDs damit kosten ebenfalls weniger.
Alle drei SMI-Controller gehören zur zweiten Welle von PCIe-Gen4-Controllern, nachdem die erste praktisch ausschließlich mit Phisons E16 ausgerüstet war. Mittlerweile sind Samsung mit dem Phoenix-Controller der 980 Pro (Test) und Western Digital mit dem Inhouse-Gen2-Controller der WD Black SN850 nachgezogen, zudem dürften bald SSDs mit Phisons E18 erscheinen. Die Eckdaten ähneln mit 12 nm, acht Kanälen mit 1.200 MT/s und bis zu 7 GByte/s lesend grob dem SM2267 von Silicon Motion.
- Anzeige Hier geht es zur WD Black SN750 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.