NVMe: Erste PCIe-5.0-SSDs haben absurde Kühllösungen

Nachdem mit Intels Alder Lake auch PCIe 5 eingeführt wurde, kommen ein Jahr später erste SSDs heraus, die den neuen Standard auch unterstützen. Den Anfang macht die Gigabyte Aorus Gen5 10000(öffnet im neuen Fenster) .
Sie soll Schreib- und Leseraten von bis zu 8.500 MByte/s erreichen. Damit ist sie deutlich schneller als aktuelle PCIe-Gen4-SSDs. Allerdings wurde im Vorfeld von 12.000 MByte/s im Lesen gesprochen.
Laut dem Magazin Toms Hardware(öffnet im neuen Fenster) verwendet die SSD den Phison-E26-Controller, der als ein erster PCIe-5-Controller in kommenden Produkten häufig vorkommen wird. Das Laufwerk soll eine Haltbarkeit von 1.400 Terabytes Written (TBW) aufweisen. Außerdem benötigt die SSD 11 Watt. Möglicherweise liefert Gigabyte sie deshalb mit einem absurd großen Heatsink. Die Kühllösung könnte eventuell Probleme beim Einbau machen – je nachdem, wo die SSD eingebaut wird.
Eine SSD mit aktivem Lüfter
In den USA bietet die lokale Computermarktkette Microcenter eine eigene PCIe-5-SSD an. Die Inland TD510 mit 2 TByte(öffnet im neuen Fenster) verwendet den identischen Phison-E26-Controller und kommt entsprechend auf ähnliche Lese- und Schreibraten. Auch sind die TBW-Werte und die Leistungsaufnahme gleich. Außerdem ist das Heatsink hier nicht ganz so groß. Dafür wird ein aktiver Lüfter verbaut, der unter Last laut werden kann.
Die beiden SSDs werden aktuell weit über dem Wert von PCIe-4-Produkten verkauft. Die Aorus-SSD liegt bei 680 US-Dollar für die 2-TByte-Variante. Die TD510 mit 2 TByte ist mit 350 US-Dollar etwas günstiger. Kunden sollten wohl noch etwas warten, bis sich der noch sehr neue Standard auch bei anderen Herstellern verbreitet und sich der Preis entsprechend nach unten korrigiert.