Nvlink Fusion: Nvidia öffnet sein High-Speed-Netzwerk für andere Hersteller
Bei seinen Hochleistungs-GPU-Servern setzt Nvidia seit der Pascal-Generation auf seine eigene Schnittstelle Nvlink. Waren damit zunächst nur die GPUs vernetzt, kam für den Grace-CPU-Superchip zur Verbindung mehrerer CPU-Dies Cache-Kohärenz hinzu. Mit einer Bandbreite von bis zu 1,8 TByte/s ist die aktuelle fünfte Generation enorm leistungsfähig – und damit auch interessant für andere Entwickler von CPUs und Beschleunigern.
Die können ihre Produkte nun unter dem Namen Nvlink Fusion(öffnet im neuen Fenster) ebenfalls mit der proprietären Schnittstelle ausstatten und damit in Nvidias Ökosystem einbinden. Und das hört bei der Verbindung mehrerer Dies auf einem Package oder einzelner Prozessoren auf einem Mainboard lange nicht mehr auf: Bei den Blackwell-DGX-Systemen werden in einem Rack dank Nvlink-Switch 36 Mainboards vernetzt, danach geht es mit Connect-X- oder Spectrum-X-Netzwerkkarten weiter.
Für Nvidia ist die Öffnung interessant, bietet sie doch die Möglichkeit, sein Netzwerk-Ökosystem weiter zu verbreiten als bislang. Auch dürften Lizenzkosten für die Integration von Nvlink anfallen. Hardware-Entwickler hingegen können mit einem leistungsfähigen, erprobten und nutzerfreundlichen Netzwerk werben.
Bereits einige Prozessoren in Arbeit
Mediatek entwickelte bereits das GB10 genannte System-on-Chip (SoC) für die Desktop-KI-Workstation DGX Spark mit Nvlink-C2C, weitere sollen folgen. Auch von Marvell und Qualcomm wurden neue Prozessoren angekündigt, Fujitsus Monaka soll ebenfalls mit Nvlink ausgestattet werden. Das ist insbesondere interessant, da Monaka ursprünglich mit Instinct-GPUs von AMD kombiniert werden sollte.
Als weitere Partner sind Synopsys und Cadence im Boot, die als Entwickler von Entwurfssoftware und IP-Cores wichtig für die Integration in Kunden-Designs sind.
Offen ist, wie frei Systeme mit Nvlink gestaltet werden können: Theoretisch wären auch reine CPU-Systeme vorstellbar, wie sie Nvidia selbst mit dem Grace-CPU-Superchip anbietet, oder Systeme, bei denen weder CPU noch Beschleuniger von Nvidia stammen. Die tauchen aber zumindest in den Systembeispielen(öffnet im neuen Fenster) nicht auf, hier ist immer entweder eine CPU oder GPU von Nvidia enthalten.
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