Nvidia Turing: Geforce RTX sollen Adobe Dimension beschleunigen

Adobe und Nvidia arbeiten daran, eine GPU-Beschleunigung in Dimension CC(öffnet im neuen Fenster) zu integrieren. Statt die Produktvisualisierung rein auf dem Prozessor zu berechnen, sollen die neuen Geforce RTX (Test) mit ihren RT-Cores die Software beschleunigen. Adobe sagt, dass erste Versuche sehr vielversprechend seien und bis zu zehn Mal schneller als würden sie nur per CPU laufen.
Je nach Anzahl der Objekte, Strahlen, Reflexionen und der generellen Render-Qualität dauern Projekte mit Adobe Dimension CC problemlos mehrere Stunden - selbst auf Workstation-Chips wie dem Threadripper 2990WX (Test) mit 32 Kernen. Unter diesem Aspekt ist eine GPU-Beschleunigung sehr willkommen, sofern die Darstellung sich dadurch nicht verschlechtert. Generell ist die Unterstützung bei Adobe-Software durch Grafikchips recht gering, die größte Neuerung war zuletzt der Quicksync-Support in Premiere CC für Intels iGPUs. Allerdings ist er auf den H.264-Codec und Single-Pass-Encoding beschränkt.

Nvidias neue Geforce RTX basieren auf der Turing-Architektur. Die Chips integrieren neben klassischen Shader-Einheiten auch Tensor-Cores für maschinelles Lernen und RT-Cores für Raytracing oder dreidimensionales Audio in Virtual-Reality-Umgebungen. Es liegt also nahe, diese fest verdrahteten Rechenwerke zur Beschleunigung in Software die Adobe Dimension oder auch Blender zu verwenden, wobei Letzteres bisher keine Unterstützung aufweist.
Derzeit sind die Geforce RTX 2080 Ti und die Geforce RTX 2080 grundsätzlich am Markt erhältlich, gerade das schnellere Modell ist aber kaum zu bekommen und wird selbst im Nvidia-Online-Shop momentan als nicht lieferbar gekennzeichnet. Im 17. Oktober 2018 erscheint mit der Geforce RTX 2070 die günstigste Variante - aber auch hier sind über 500 Euro statt 850 Euro oder 1.300 Euro fällig.
