Nvidia Turing: Geforce GTX 1650 kommt ohne Stromstecker aus
Ein Blick in die Steam-Hardware-Umfrage(öffnet im neuen Fenster) zeigt, dass Nvidias Geforce GTX 1060 gefolgt von der Geforce GTX 1050 Ti die beiden am weitesten verbreiteten Grafikkarten sind. Mit der Geforce GTX 1660 (Test) gibt es einen Nachfolger des größeren Modells, für die kleinere folgt einer noch im April 2019: Die Geforce GTX 1650 kommt ohne Stromstecker aus und soll weniger als 200 Euro kosten.
Erste Render-Bilder, die von Videocardz veröffentlicht wurden, zeigen Karten von Gainward/Palit(öffnet im neuen Fenster) und von Zotac(öffnet im neuen Fenster). Den Modellen gemein ist der Verzicht auf einen zusätzlichen Stromanschluss, sie nutzen nur den PEG-Slot (PCI Express for Graphics), um die Leistungsaufnahme zu erfüllen. Folgerichtig sollten alle Varianten, selbst die übertakteten, weniger als 75 Watt benötigen.
| GTX 1660 Ti | GTX 1660 Super | GTX 1660 | GTX 1650 Super | GTX 1650 | GTX 1630 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GPU | TU116-400-A1 | TU116-300-A1 | TU116-300-A1 | TU116-250-KB-A1 | TU117-300-A1 | TU117-150-KA-A1 |
| ALUs | 1.536 | 1.408 | 1.408 | 1.280 | 896 | 512 |
| TMUs | 96 | 88 | 88 | 80 | 56 | 32 |
| Basis/Boost | 1.500/1.770 MHz | 1.530/1.785 MHz | 1.530/1.785 MHz | 1.530/1.725 MHz | 1.485/1.665 MHz | 1.740/1.785 MHz |
| Speicher | 6 GByte GDDR6 | 6 GByte GDDR6 | 6 GByte GDDR5 | 4 GByte GDDR6 | 4 GByte GDDR5 | 4 GByte GDDR6 |
| Interface | 192 Bit @ 6 GHz | 192 Bit @ 7 GHz | 192 Bit @ 4 GHz | 128 Bit @ 6 GHz | 128 Bit @ 4 GHz | 64 Bit @ 6 GHz |
| ROPs | 48 | 48 | 48 | 32 | 32 | 16 |
| Board Power | 120 Watt | 125 Watt | 120 Watt | 100 Watt | 75 Watt | 75 Watt |
| Stromstecker | 8P | 8P | 8P | 6P | keiner | keiner |
| Launchpreis | 300 Euro (280 USD) | 245 Euro (230 USD) | 225 Euro (220 USD) | 170 Euro (160 USD) | 160 Euro (150 USD) | (?) |
Technisch basiert die Geforce GTX 1650 auf dem TU117 genannten Chip, der wiederum die aktuelle Turing-Architektur von Nvidia verwendet. Die weist unter anderem Verbesserungen bei den Shader-Einheiten und dem Speicherinterface auf, was sie pro Takt schneller macht als die Pascal-Technik der Vorgänger. Die Geforce GTX 1650 nutzt 128 Bit, daran hängen 4 GByte GDDR5-Videospeicher. Offenbar stecken 896 Rechenkerne im Chip, weshalb wir davon ausgehen, dass sich die Karte zwischen einer Geforce GTX 1050 Ti (768 ALUs) und einer Geforce GTX 1060 (1.280 ALUs) einsortieren dürfte.
AMD bietet für unter 150 Euro die Radeon RX 570 (Test) an, entweder mit 4 GByte oder mit 8 GByte. Wer mit 1080p-Auflösung spielt, kommt üblicherweise für flüssige Bildraten mit der geringeren Speichermenge aus. Einige Titel wie Resident Evil 2 stottern bei maximalen Textur- und Schatteneinstellungen, weshalb 8 GByte statt 4 GByte die gut 20 Euro Aufpreis durchaus wert sind. Dafür benötigt eine Radeon RX 570 mit 160 Watt mehr als doppelt so viel Energie wie eine Geforce GTX 1650.
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