Nvidia: Tegra K1 kommt Mitte 2014 und läuft schon im Tablet

Nvidias ARM-SoC Tegra K1 kommt in der Quad-Core-Version im zweiten Quartal des Jahres 2014 auf den Markt. Golem.de konnte die Unreal Engine 4 auf einem 7-Zoll-Tablet bereits ausprobieren.

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Tegra Note mit K1 alias Logan
Tegra Note mit K1 alias Logan (Bild: Nvidia/Foto: Nico Ernst/Golem.de)

Nvidias Tegra K1, der erste ARM-Chip mit einer GPU, die auf der Kepler-Architektur basiert, soll im zweiten Quartal 2014 in Geräten zu finden sein. Dies bekräftigte Nvidias Direktor für technisches Marketing, Nick Stam, im Gespräch mit Golem.de. Damit fällt die Verspätung des Bausteins, der auf der ersten Nvidia-Roadmap von 2011 für Ende 2013 vorgesehen war, nicht so drastisch aus, wie von manchen Marktbeobachtern bisher geschätzt wurde.

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Nvidia ist zuversichtlich, mit dem neuen Chip mehr Design Wins erzielen zu können, als das mit dem Tegra 3 der Fall war. "Wir haben da ein bestimmtes Zeitfenster verpasst", gab Stam unumwunden zu. Weil das Unternehmen mit dem K1 vor allem bei der Positionierung und den Geräten vieles besser machen will, gibt sich Nvidia bisher recht zugeknöpft - auch Stam wollte sich keinen Namen eines Herstellers entlocken lassen, der Tablets oder Smartphones mit dem K1 bauen will. Diese Kategorien, aber auch Notebooks, hat Nvidia mit dem neuen Tegra aber als Ziel ausgemacht.

Um zu belegen, dass der K1 schon recht rund läuft, konnte Golem.de eine neue Version des Tegra Note ausprobieren. Dieses 7-Zoll-Tablet, das seit kurzem auch in Deutschland bestellt werden kann, hat Nvidia schon mit der Quad-Core-Version des K1 ausgerüstet. Das Tablet machte einen serienreifen Eindruck, hatte keine zusätzlichen Anschlüsse - wie bei Prototypen sonst üblich - und wurde auch bei einer halben Stunde 3D-Demos an der Rückseite nur an einer Stelle etwas mehr als handwarm.

Darauf zeigte Nvidia die beiden aus der Tegra-K1-Vorstellung bekannten Demos: die lebensechte Simulation "Ira" eines menschlichen Kopfes sowie ein virtuelles Wohnzimmer. Dieses ist mit der Unreal Engine 4 erstellt und zeichnet sich durch globale Beleuchtung, Tessellation und sehr detaillierte Texturen und andere Effekte aus, die bisher nur PCs beherrschten. Während all dem lief das Tablet absturzfrei, nur die Ladezeiten für die Ira-Demo waren etwas lang, weil das Programm dabei zahlreiche 3D-Daten erzeugen muss, wie Nick Stam erklärte.

  • Nvidias Tegra Note mit Tegra K1. (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Nvidias Tegra Note mit Tegra K1. (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Nvidias Tegra Note mit Tegra K1. (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
  • Nvidias Tegra Note mit Tegra K1. (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
Nvidias Tegra Note mit Tegra K1. (Fotos: Nico Ernst/Golem.de)
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Der Marketingdirektor von Nvidia sagte auch, dass die hohe Leistung der K1-GPU bei hohen Akkulaufzeiten nur möglich war, weil die Stromsparmechanismen im Vergleich zum PC-Kepler überarbeitet wurden. Die 192 Rechenwerke sollen mit sehr fein abgestuften Leistungszuständen arbeiten, die weit über die Fähigkeiten anderer GPUs hinausgehen. In weiteren Versionen des Chips, die dann auch auf neuen Strukturbreiten basieren könnten, will Nvidia diese Techniken noch weiterentwickeln. Vorerst wird der Chip mit 28-Nanometer-Technik im HPM-Prozess bei TSMC gefertigt - Wunder bei der Akkulaufzeit sind im Vergleich mit anderen ARM-SoCs also wohl nicht zu erwarten.

Eine kleine Untertreibung der PR-Abteilung stellte Stam auch noch richtig. Der bei den Tegras übliche Zusatzkern, auch Ninja-Core genannt, ist anders als auf den Präsentationsfolien genauso groß wie die vier Hauptkerne. Es handelt sich laut Stam auch um einen Kern mit A15-Architektur, er soll wie gehabt bei einfachen Aufgaben wie der Audiowiedergabe den Quad-Core entlasten, der dabei abgeschaltet wird.

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