Nvidia: Tegra 4 mit A15-Quad-Core und Echtzeit-HDR für Fotos

Wie erwartet, hat Nvidia in Las Vegas den ARM-Baustein Tegra 4 vorgestellt. Was man mit vier A15-Kernen und 72 GPU-Rechenwerken machen kann, zeigt das Unternehmen auch: HDR-Fotos fast in Echtzeit schießen.

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Nvidia-Gründer Jen-Hsun Huang zeigt den Tegra 4.
Nvidia-Gründer Jen-Hsun Huang zeigt den Tegra 4. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Nvidia-Mitbegründer Jen-Hsun Huang stellte bei seiner Präsentation auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas nach der ersten Folie mit den Spezifikationen des Tegra 4 selbst die Frage: Wozu braucht man so viel Rechenleistung in einem Smartphone? Zwei Beispiele führte er gleich praktisch vor.

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So ließ er von einem lokalen Server - also ohne Einfluss des Internets - die gespeicherten Webseiten von 25 beliebten Websites abrufen, parallel führten das ein Nexus 10 und ein Tablet-Prototyp mit Tegra 4 durch. Dabei kommt es vor allem auf die CPU-Leistung an, die zwei A15-Kerne des Nexus 10 im Exynos-SoC von Samsung brauchten dafür 50 Sekunden. In 27 Sekunden erledigte der A15-Quad-Core des Tegra 4 die Aufgabe.

Nach einem nicht näher von Nvidia bezeichneten Benchmark schlägt der Tegra 4 die von Apple stark modifizierten Cortex-A9-Kerne des A6x, der im aktuellen iPhone 5 verbaut ist, aber nur knapp. Etwa 10 Prozent schneller dürfte der Nvidia-Baustein nach den normalisierten Balken sein. Einen vergleichenden Benchmark zur Grafikleistung blieb Huang ebenso schuldig wie alle weiteren Daten, insbesondere die Taktfrequenzen des Tegra 4.

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HDR mit dem Tegra 4

Was man aber mit dessen 72 GPU-Rechenwerken - im Tegra 3 steckten nur 12 - alles anstellen kann, war dem Nvidia-Chef dann wieder viel Zeit wert. Ausführlich zeigte er die Schwächen der HDR-Funktion mit Bildern auf, die seiner Aussage nach mit einem iPhone 5 aufgenommen wurden. Wenn das Apple-Handy Fotos mit hohem Kontrastumfang erstellen soll, nimmt es dafür zwei Bilder kurz hintereinander auf.

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Damit ergab sich bei Nvidias Beispielen ein Geisterbild einer durch die Aufnahme laufenden Person. Durch Nutzung der GPU und eine schnelle Bilderfassung will Nvidia das vermeiden: So schnell der Sensor nur kann, werden zwei Bilder quasi gleichzeitig aufgenommen. Die Kombination zu einem HDR-Foto soll nur 0,2 Sekunden statt 2 Sekunden wie beim iPhone 5 dauern.

Nvidia demonstrierte das mit dem Prototyp eines Tablets auch live. Dabei wurde in der Live-Anzeige des Videobilds der kommenden Aufnahme stets ein Teil des Bildes mit oder ohne HDR-Funktion dargestellt. Der Mechanismus arbeitet dem ersten Anschein nach also nahezu in Echtzeit. Bei Geräten, die mit dem Tegra 4 ausgestattet sind, solle so HDR einfach für alle Fotos immer eingeschaltet werden, schlug Huang vor.

Welche kommenden Smartphones und Tablets mit dem Tegra 4 ausgestattet sein werden, sagte der Nvidia-Chef aber nicht - das ist bei neuen ARM-SoCs aber nicht ungewöhnlich, denn die Hersteller der Endgeräte wollen sie lieber selbst ankündigen. Ein erster möglicher Termin dafür wäre der MWC Ende Februar 2013.

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