Nvidia: Siemens will KI-Vorschläge direkt in die Produktion bringen

Siemens und Nvidia wollen mit digitalen Zwillingen künftig die Weiterentwicklung der Produktion in Echtzeit ermöglichen. Das haben Siemens-CEO Roland Busch und Nvidia-Chef Jensen Huang am 6. Januar 2026 bei ihrer Keynote-Ansprache zur Eröffnung der Technikmesse CES bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Kunden könnten damit Produkte schneller entwickeln und die Produktion in Echtzeit anpassen, sagte Busch.
Möglich werde, "komplexe Systeme in der Software zu simulieren, um sie dann nahtlos in der physischen Welt zu automatisieren und zu betreiben" , erklärte Huang.
Busch sagte, dass bei der Konstruktion von Zügen oder Autos nicht nur in einem virtuellen Windkanal die Aerodynamik der Fahrzeuge erfasst werde, sondern konkrete Vorschläge zur Optimierung des Designs vorgelegt würden. Der Digital Twin Composer soll Roboter virtuell trainieren und Fertigungsprobleme lösen, bevor sie überhaupt auftreten.
Erste Kunden evaluieren bereits einige dieser Funktionen, darunter Foxconn, HD Hyundai, Kion Group und Pepsico. Ein erster vollständig KI-gesteuerter adaptiver Produktionsstandort soll ab diesem Jahr in dem Gerätewerk von Siemens in Erlangen (GWE) aufgebaut werden.
Siemens und Nvidia: Zusammen irgendwie alles integrieren
Beginnend mit dem Halbleiterdesign werde Siemens Nvidias Cuda-X-Bibliotheken, Physicsnemo und GPU-Beschleunigung in seinem Electronic Design Automation (EDA) integrieren. Zudem sollen KI-gestützte Funktionen wie Layoutanleitung, Debugging-Unterstützung und Schaltungsoptimierung ermöglicht werden.
Siemens und Nvidia wollen gegenseitig Technologien des Partners in ihren eigenen Systemen implementieren, bevor sie skaliert werden. Was genau dabei herauskommt, ist offenbar noch unklar: Siemens und Nvidia analysierten ihre Workloads und arbeiten zusammen, um diese zu beschleunigen und KI in die Produkte zu integrieren.
Bei einer weiteren Neuerung arbeitet Siemens mit dem US-Konzern Meta zusammen. Intelligente Brillen sollen Industriearbeitern KI-gestützte Anweisungen direkt ins Sichtfeld oder akustisch übermitteln, während sie an Maschinen stehen.