Passabler Gaming-Controller, aber enttäuschende Fernbedienung
Bedient wird die Android-TV-Oberfläche mit dem mitgelieferten Shield-Controller, der zudem als Spielesteuerung fungiert. Der Controller ist nicht neu, sondern vom Shield Tablet bekannt. An den positiven wie negativen Aspekten hat sich daher nichts geändert: Der Shield-Controller arbeitet nicht per Bluetooth, sondern mit Wifi Direct, was eine einfachere Kopplung, größere Reichweite und vor allem mehr Bandbreite ermöglicht. Für Splitscreen-Spielspaß können so mehrere Gamepads mit dem Shield-TV verbunden werden.
Für kleine und mittelgroße Hände empfinden wir die bauchigen Griffstücke des Shield-Controllers als zu wuchtig. Das ist aber Geschmackssache, denn die grundlegende Ergonomie passt, da sich Nvidia am Xbox-Pad orientiert. Am Controller befindet sich ein kombinierter Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss, der beispielsweise für Twitch-Streaming verwendet werden kann. Zudem verbaut Nvidia ein dediziertes Mikrofon zur Sprachsteuerung.
Etwas nervig sind die Touchpads in der Mitte des Controllers, wir bevorzugen eine haptische Rückmeldung. Die Analog-Sticks, das D-Pad und die Schulterknöpfe dürften ein bisschen straffer sein. Das vergleichsweise hohe Gewicht ist dem fest verbauten Akku geschuldet, zu schwer ist der Shield-Controller aber nicht.
Enttäuschende Bluetooth-Fernbedienung
Die als Zubehör von Nvidia angebotene Bluetooth-Fernbedienung ist für das Anschauen von Filmen und Serien konzipiert. Dank Bluetooth-Technik ist kein Sichtkontakt zum Shield TV erforderlich. Mit der Nvidia-Fernbedienung stießen wir auf die gleichen Probleme wie bei der Nexus-Player-Fernbedienung - und es wurde noch schlimmer.
Das Nvidia-Modell hat anders als die Nexus-Player-Fernbedienung nicht einmal eine Pause-Taste. Zum Pausieren der Wiedergabe muss die Betätigungstaste im Navigationsbereich verwendet werden - und zwar vielfach zweimal. In vielen Apps blendet sich nach dem ersten Klick erst einmal ein Bildschirmmenü ein, auf dem die Pause-Funktion vorausgewählt ist. Erst nach einem weiteren Klick pausiert die Wiedergabe dann, das ist ausgesprochen unpraktisch.
Erfreulicherweise halten sich nicht alle Android-TV-Apps an dieses Bedienungskonzept aus Play-Movies- und Youtube-App. So lassen sich Streams etwa in Netflix, in der ZDF-Mediathek und der Sport1-App auch pausieren, indem die Mitteltaste nur einmal betätigt wird. Diese Bedienungslogik gilt natürlich auch direkt für den Spielecontroller: Falls die App es nicht ermöglicht, muss zum Pausieren doppelt gedrückt werden.
Wie auch der Nexus-Player-Fernbedienung fehlen dem Nvidia-Modell Spultasten. Und die meisten Streaming-Apps erlauben kein Spulen mit den Navigationstasten. Oft muss der Nutzer in einem Bildschirmmenü zum gewünschten Spulknopf navigieren und kann dann erst das Spulen auslösen. Einige der wenigen Ausnahmen ist die Netflix-App, in der ohne solche unpraktischen Verrenkungen gespult werden kann.
Das führt dann wieder dazu, dass das Gerät abhängig von der App anders bedient wird, die Bedienungslogik wird inkonsistent. Das bleibt auch mit dem Shield TV ein Dauerärgernis von Android TV. Aufgrund der genannten Einschränkungen bringt Nvidias Bluetooth-Fernbedienung keinen nennenswerten Komfortbeginn im Vergleich zum Spielecontroller.
Die Fernbedienung ist ungewöhnlich dünn, das wird durch den Einsatz eines fest verbauten Akkus erreicht. Wenn also der Akku leer ist, muss dieser erst geladen werden, bevor die Fernbedienung weiter verwendet werden kann. Hier halten wir Batterien für die praktischere Lösung, ein simpler Austausch genügt und nach ein paar Sekunden ist die Fernbedienung wieder einsatzbereit.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Android TV hat weiterhin Macken | Verfügbarkeit und Fazit |










Was für ein TV ist das?
Um hier nochmals verspätet meinen Senf dazu zu geben: es ist schon viel Geschmackssache...
schäme dich :) Die nehmen halt den offiziellen Preis... auf gog bezahlt man ja auch 60...
Steam Link hat auch noch ein gravierenderes Problem: man kann nicht vom MAC dorthin...