Android TV hat weiterhin Macken
Seit dem Test des Nexus Players hat sich an Android TV einiges zum Besseren gewandelt. Viele Ärgernisse gibt es allerdings weiter.
Zunächst zum Positiven: Der Play Store unter Android TV listet deutlich mehr Apps als bisher, auch die Sortierung gefällt uns gut und erleichtert das Auffinden passender Inhalte. Allerdings gibt es weiterhin für die Android-TV-Plattform weniger Inhalte als etwa für Android-Smartphones und -Tablets.
Die meisten Streaming-Abo-Anbieter fehlen
Wer also beim Stichwort Android TV auf ein reichhaltiges App-Angebot hofft, wird noch immer enttäuscht. So hat sich bezüglich der Versorgung mit Apps von Streaming-Abo-Anbietern nicht viel geändert: Weiterhin unterstützt nur Netflix die Android-TV-Plattform vollständig. Mit einem Kniff kann zwar die Watchever-App auf das Shield TV installiert werden, das war es dann aber auch schon. Dazu muss sich der Anwender mit dem Google-Konto am Rechner im Browser anmelden, mit dem auch das Shield TV verbunden ist. Dann lässt sich die Watchever-App über den Browser aufspielen.
Damit die so aufgespielte App verwendet werden kann, wird eine Maus oder ein Touchpad benötigt. Denn es hat seinen Grund, dass Google die Watchever-App nicht regulär im Android-TV-Play-Store anbietet. Sie lässt sich nämlich nicht vernünftig mit der Fernbedienung steuern. Wer aber unbedingt Watchever auf dem Shield TV verwenden möchte, hat so immerhin die Möglichkeit.
Diese Option fehlt für Dienste wie Sky Go, Sky Online oder Maxdome. Über die Play-Store-Webseite lassen sich besagte Android-Apps nicht auf dem Shield TV installieren. Die Instant-Video-App fehlt ebenfalls im Play Store, kann aber auf Smartphones und Tablets über Amazons App-Shop installiert werden. Diese Möglichkeit fehlt beim Shield TV, Amazons App-Shop listet die Video-App nicht auf. Eine manuelle Installation der App gelang zwar, das Ergebnis war aber nur ein Absturz der App, sobald versucht wurde, ein Video abzuspielen.
Von Amazons Fire-TV-Geräten hat Google die Unsitte übernommen, dass unter Android TV generell keine Apps auf dem Startbildschirm erscheinen, die am offiziellen App-Shop vorbei installiert wurden. Damit eine solche App gestartet werden kann, muss die App-Übersicht in den Einstellungen bemüht werden. Das ist unbequem und wie auch bei Fire OS gibt es eigentlich keinen Grund, weshalb es ambitionierten Anwendern so schwer gemacht wird, Apps zu nutzen, die es nicht regulär im jeweiligen Shop gibt.
Auch auf dem Shield TV ist kein Browser vorinstalliert, über die Play-Store-Webseite lässt sich aber etwa Chrome aufspielen, um so im Wohnzimmer durch das Internet surfen zu können. Die Browser sind allerdings nicht an eine Nutzung mit Fernbedienung oder Controller angepasst.
Keine manuelle App-Sortierung
Auf dem Android-TV-Hauptbildschirm werden wie bisher alle installierten Apps angezeigt, eine manuelle Sortierung gibt es hier nicht. Das erschwert die Bedienung und der Nutzer ist viel mit Suchen beschäftigt, weil sich die App-Liste selbsttätig immer wieder umsortiert. Es hat also keinen Sinn, sich die Position einer bestimmten App zu merken, sie ist im Zweifelsfalls bis zum nächsten Aufruf woanders gelandet.
Der Empfehlungsbereich auf dem Android-TV-Hauptbildschirm kann im Falle des Shield TV über die Einstellungen konfiguriert werden. Hier kann festgelegt werden, welche App dort Inhalte anzeigen soll. Arte und die 7TV-App unterstützen diesen Bereich, aber die übrigen Mediatheken von ARD und ZDF nicht. Nach welchem Muster Inhalte empfohlen werden, blieb aber weiterhin unklar, so dass wir mit den Empfehlungen in der Regel nicht viel anfangen können - zumal auch Netflix bislang keine Daten dafür liefert.
Apropos Netflix: Die App bleibt ähnlich wie beim neuen Fire TV erfreulicherweise recht lange im Speicher. Hier dürften sich die vergleichsweise üppigen 3 GByte Arbeitsspeicher positiv auswirken; Googles Nexus Player hat etwa nur 1 GByte Arbeitsspeicher. Wenn der Nutzer auf dem Shield TV also zwischendurch in eine andere App wechselt, ist Netflix beim Klick auf das App-Icon sofort wieder einsatzbereit. Ansonsten sind auch beim Shield TV einige Sekunden Wartezeit einzukalkulieren, bis die Netflix-App gestartet ist.
Seit dem Test des Nexus Players wurde eine Neustart-Option in die Bedienungsoberfläche eingebunden, so dass nicht mehr zwingend der Stecker gezogen werden muss, falls ein Geräteneustart gewünscht ist. Es bleibt aber ärgerlich, dass auch Nvidia dem Shield-TV keinen Ein-Aus-Schalter verpasst hat. Wer nicht möchte, dass das Gerät dauerhaft läuft, sollte eine schaltbare Steckerleiste dazwischenschalten, damit nicht jedes Mal der Stecker gezogen werden muss.
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Was für ein TV ist das?
Um hier nochmals verspätet meinen Senf dazu zu geben: es ist schon viel Geschmackssache...
schäme dich :) Die nehmen halt den offiziellen Preis... auf gog bezahlt man ja auch 60...
Steam Link hat auch noch ein gravierenderes Problem: man kann nicht vom MAC dorthin...