Tegra 4 mit aktiver Kühlung trifft exzellente Verarbeitung
Das Shield basiert auf einem Tegra 4 mit dem Codenamen Wayne, dem aktuellen Tablet-SoC von Nvidia. Dieses besteht aus insgesamt fünf Cortex-A15-Kernen auf Basis der ARM-v7-Architektur, wovon jedoch einer unsichtbar im Hintergrund agiert und nur ein paar Hundert MHz flott rechnet. Die restlichen vier takten mit bis zu 1,9 GHz.
Mit im SoC stecken zudem 72 GPU-Kerne, Nvidia addiert hier schlicht die 24 Vertex- und die 48 Pixel-Shader. Eine Unified-Architektur kommt erst mit dem Tegra 5 alias Logan in Form der Kepler-Technik. Der im SoC enthaltene Speicher-Controller bindet mittels zweier 32-Bit-Kanäle die 2 GByte LP-DDR3-Speicher an.
IPS-Panel und viele Anschlüsse
Ein WLAN-/Bluetooth-Funkmodul mit 802.11n-Standard sowie GPS verbinden das Shield mit der Außenwelt. Im Test konnte es aber keine 5,0-GHz-Netzwerke finden. Der Realtek-AL5639-Chip ist für die Tonausgabe verantwortlich, die integrierten Lautsprecher sind auf dem Niveau von denen besserer Notebooks. Das Shield verfügt über ein Gyroskop sowie einen Beschleunigungssensor, und die 16 GByte Flash-Speicher in Form einer eMMC sind fest verlötet.
Per Micro-SD-Karte kann das Shield jedoch auf bis zu 64 GByte aufgerüstet werden. Im Test zerstörte das Gerät jedoch einige Apps auf einer testweise aus einem Android-Smartphone entfernten Karte, von der wir Bilder einlesen wollten. Die Apps mussten neu installiert werden.
Das blickwinkelstabile 5-Zoll-IPS-Panel löst mit 1.280 x 720 Pixeln auf, das ergibt 294 ppi. Die maximale Helligkeit ist für leicht abgedunkelte Räume gut geeignet, im Sonnenlicht stören die starken Spiegelungen. Dafür beträgt der Öffnungswinkel bis zu 180 Grad - ähnlich wie bei den meisten Thinkpads - und das Scharnier gibt auch bei heftigem Schütteln nicht nach. Der aus drei Zellen bestehende Akku mit 7.350 mAh liefert knapp 29 Wattstunden, lässt sich aber nur schwer wechseln.
Optisch ähnelt Nvidias Handheld einem Xbox-360-Pad samt Bildschirm. Unter Letzterem und zwischen den Schultertasten befinden sich der Mini-HDMI-Ausgang, der Schacht für die Micro-SD-Karte, ein Micro-USB-2.0-Anschluss und der Kopfhörerausgang.
Ist ein solcher angeschlossen, warnt das Shield übrigens vor zu hoher Lautstärke, sobald ein Schwellenwert von 80 Prozent überschritten wird. Oberhalb der Anschlüsse befinden sich die Lüftungsschlitze, die geringe Abwärme der aktiven Kühlung ist im Betrieb an den Fingerspitzen nicht spürbar. Frischluft wird von vorne angesaugt.
Sehr hohe Qualität - für große Hände
Die Verarbeitung des Shield ist exzellent, kein Knarzen oder Knirschen lässt Zweifel an der Verwindungssteifheit aufkommen und die matte Oberfläche zeigt sich weitgehend resistent gegenüber Fingerabdrücken. Das namengebende silberne Schild ist magnetisch befestigt - Nvidia wird hier vermutlich weitere Farbvariationen zur Individualisierung verkaufen. Obgleich der Aufbau dem eines 360-Controllers ähnelt, ist die mobile Android-Konsole deutlich wuchtiger und wiegt 586 Gramm.
Die beiden präzisen Analogsticks sind tief in das Gehäuse eingelassen, weswegen sie eher mit der Daumenspitze bedient werden. Gerade bei kleineren Händen ist dies ermüdend, zudem sind die unteren Schultertasten damit schwer und die oberen kaum zu erreichen. Der Handballen drückt überdies auf die Kante der Display-Einfassung, was zu Beginn unangenehm ist.
Die Knöpfe zwischen dem D-Pad und den vier Tasten rechts sind nur per Umgreifen erreichbar, die Druckpunkte sind hingegen sehr gut. Die Ergonomie ist somit prinzipiell einwandfrei, erfordert aber große Hände respektive lange Finger.
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| Nvidia Shield im Test: Android-Gameboy auf Steroiden | Viele aufgewertete Android-Titel und hohe Leistung |










Versteh ich das Richtig das man alle Spiele die unter Android sowieso laufen zb. Angry...
:D
Zocken ... auf einem SMARTPHONE? ... Schließt du den auch per DLNA oder so an dein TV an...
Der Sinn ist: ARM ist zu schwach. Mehr Sinn ist da nicht hinter.