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Nvidia Shield
Nvidia Shield (Bild: Nvidia)

Nvidia Shield: Gaming-Set-Top-Konsole mit Spielestreaming

Nvidia Shield
Nvidia Shield (Bild: Nvidia)

Eine Set-Top-Box zum Filmegucken und eine Android-basierte Konsole soll das Shield von Nvidia mit Tegra-X1 sein. Die eigentliche Besonderheit des Geräts könnte aber das zusätzliche Streamingangebot sein.

"Läuft Crysis darauf?": Mit dieser scherzhaft gemeinten Frage hat Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang im Rahmen der Spieleentwicklerkonferenz GDC 2015 in San Francisco eine neue Set-Top-Box namens Nvidia Shield vorgestellt. Das kleine Kästchen, das erstaunlich stark an die erste Xbox erinnert, soll Filme und TV-Serien aus dem Internet mit einer Auflösung von bis zu 4K streamen; dabei kommt der bewährte H.265-Standard zum Einsatz. Gleichzeitig soll es eine Konsole mit etwa der doppelten Leistungsfähigkeit der Xbox 360 sein.

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Nvidia möchte Shield ab Mai 2015 für rund 200 US-Dollar in den USA verkaufen. Termin und Preis für Deutschland liegen noch nicht vor, dürften sich aber kaum von denen in den USA unterscheiden.

Auf Shield läuft tatsächlich Crysis - das hat Crytek-Chef Cevat Yerli live zusammen mit Jen-Hsun Huang auf der Bühne demonstriert. Gemeinsam sind die beiden im Multiplayermodus von Crysis 3 gegeneinander angetreten. Laut Yerli kann Shield das Spiel auf Basis der neuen Version der Cryengine mit einer Bildrate von 30 fps darstellen.

Technische Grundlage von Shield sind 3 GByte LPDDR4-Speicher und Nvidias Tegra X1. Mit dem Chip ist die Set-Top-Box laut Hersteller rund 35-mal so schnell wie das erste Apple-TV - so Jen-Hsun Huangs arg unglücklicher Vergleich mit der völlig veralteten TV-Hardware. Der Tegra X1 nutzt vier Cortex A57 und vier Cortex A53, die mit 256 Shader-Einheiten versehene Maxwell-Grafikeinheit taktet mit 1 GHz. Das entspricht etwa einem Drittel einer Geforce 750 Ti.

Sinnvoller ist da schon Nvidias Gegenüberstellung mit der Xbox 360: Die Konsole von Microsoft erreicht laut Nvidia rund 240 GFlops, während Shield auf rund 512 GFlops kommen soll. Während die Xbox 360 rund 80 bis 100 Watt verbrauchen soll, soll Shield mit 5 bis 20 Watt auskommen. An Anschlüssen gibt es zwei USB-3.0-Slots, Ethernet, Micro-USB, HDMI 2.0 sowie einen Slot für Micro-SD-Karten. Intern sind 16 GByte Flash-Speicher verbaut.

Die Spielesteuerung erfolgt über ein mitgeliefertes Gamepad, dessen Akku rund 40 Stunden halten soll - es ist bereits vom Shield Tablet bekannt und gilt als durchaus gelungen. Zusätzlich gibt es eine Fernbedienung, die optisch stark an die von Apple-TV erinnert. Immerhin ermöglicht sie den Anschluss eines Kopfhörers, unterstützt Spracheingabe etwa für die Suche nach Filmen und das Laden des Akkus per USB-Anschluss. Zum Preis für das Zubehör hat sich Nvidia nicht geäußert.

Zum Start von Shield soll es rund 50 Spiele geben, die aus einem Downloadstore heruntergeladen werden. Neben Crysis 3 soll es auch die Doom 3 BFG Edition geben, die alle bis dahin veröffentlichten Doom-Titel enthält. Randy Pitchford von Gearbox Software hat angekündigt, dass das bislang für Xbox 360 und Playstation 3 verfügbare Borderlands - The Pre-Sequel demnächst nicht nur für Xbox One und Playstation 4 erscheint, sondern eben auch für Shield.

Shield streamt Spiele

Die Konsole soll außerdem Gamestream unterstützen, und zwar sowohl von PCs mit einer aktuellen Geforce-Karte im lokalen LAN als auch in den wichtigsten globalen Märkten über das bereits bekannte Nvidia Grid. Das Besondere: Das soll laut Nvidia in einer Auflösung von bis zu 1080p mit einer Bildrate von 60 fps möglich sein.

Viele demnächst erscheinende Games - darunter The Witcher 3, Batman Arkham Knight und Metal Gear Solid 5 - sollen simultan mit ihrem Start auf Konsole und PC auch für Shield als Stream verfügbar sein; auf Bildern bei der Präsentation waren klein eingeblendet Preise zu erkennen, die etwa denen im Laden entsprechen. Ob sie tatsächlich so sein werden oder ob schlicht Platzhalter zu sehen waren, ist derzeit unklar.

Laut Nvidia wird es zwei Steamingshops geben: ein Basisangebot mit Spielen in einer Auflösung von 720p und mit einer Bildrate von 30 fps und einen Premium-Shop mit der höheren Auflösung von 1080p und 60 fps. Details zu Preisen und Zugängen hat der Hersteller noch nicht verraten.


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muh3 05. Mär 2015

Hi, Mich hat schon immer die Abhängigkeit an den Standort meines Gaming-PCs genervt. Ich...

Anonymer Nutzer 05. Mär 2015

Du willst dir echt irgendwas auf ein Gerät mit 10 Zoll und 1280x 800 Pixel streamen? Am...

Dwalinn 04. Mär 2015

Soll wohl bloß für die ONE kommen (ist zumindest mein aktueller wissensstand). Ich finde...

SchmuseTigger 04. Mär 2015

Wurde in der Präsentation gesagt. Und das war schon mit einem 15er Ping von und zum...

DestroyBlade 04. Mär 2015

Naja, ein paar Modelle von Steam Machines (ohne SteamOS...) sind ja schon rausgekommen...



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