Nvidia RTX 2000: Winzige Workstation-Grafikkarte mit 16 GByte Speicher

Nvidia hat die RTX 2000 Ada vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , die bisher kleinste und günstigste Workstation-Grafikkarte in der aktuellen Generation. Sie kann als direkter Nachfolger der RTX A2000(öffnet im neuen Fenster) betrachtet werden, zumindest wenn man den Formfaktor und die Performance betrachtet. Mit 12 TFLOPS gegenüber 8 TFLOPS ist die Ada-GPU laut Nvidia 50 Prozent schneller als der Ampere-Vorgänger.
Dafür sorgen 88 Tensor Cores, die verbaute Nvidia-AD107-GPU hat demnach 22 SMs (Shader Multiprozessor). Das Speicherinterface hat eine Bandbreite von 128-Bit, die daran angeschlossenen 16 GByte GDDR6 haben eine Durchsatzrate von 224 GByte/s. Die maximale Leistungsaufnahme der Karte beträgt 70 Watt, womit ein extra Stromstecker überflüssig ist.
Das Vorgängermodell basierte auf dem größeren GA106-Chip und hatte dadurch auch ein 192-Bit-Speicherinterface und eine höhere Durchsatzrate von 288 GByte/s. Die höhere Effizienz und die wesentlich höhere KI-Rechenleistung der Ada-Architektur soll dennoch für einen klaren Vorsprung der neuen RTX 2000 Ada sorgen.
AV1 und DLSS3 auch für kleine Workstations
Hinzu kommen DLSS3 , AV1 Encoder und viermal Mini-Displayport 1.4a. Damit können vier 4K-Bildschirme mit 120 Hz Bildwiederholfrequenz, zwei 8K-Monitore mit 60 Hz oder vier 5K-Displays mit 60 Hz angesteuert werden. Zum PC kommuniziert die Grafikkarte über PCIe-4.0-x8.
| Nvidia RTX 2000 Ada | Nvidia RTX A2000 | |
| Architektur | Ada Lovelace | Ampere |
| GPU | AD107 | GA106 |
| SMs | 22 | 26 |
| Shader-Einheiten | 2.816 | 3.328 |
| Rechenleistung (FP32) | 12 TFLOPS | 8 TFLOPS |
| Speicher | 16 GByte GDDR6 | 12 GByte GDDR6 |
| Speicherdurchsatzrate | 224 GByte/s | 288 GByte/s |
| Speicherinterface | 128-Bit | 192-Bit |
| TGP | 70 Watt | 70 Watt |
Die Grafikkarte passt mit ihrem kleinen Kühler in Low-Profile-Gehäuse, eine passende PCI-Express-Slotblende liefert der Hersteller dazu. Die RTX 2000 Ada wird ab 625 US-Dollar von Nvidia-Partnern wie Dell, Lenovo, PNY und Leadtek verkauft. Einen Europreis gibt es noch nicht. Neben viel Speicher und Effizienz gehören wie üblich die Studio-Treiber mit zum Paket, die Kompatibilität zu professionellen Anwendungen, beispielsweise aus den Bereichen 3D-Rendering, Video- und Bildbearbeitung sowie CAD-Software sicherstellen.



