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Nvidia: Physikengine PhysX ist jetzt vollständig Open Source

Spiele wie Fallout 4, Assassin's Creed 4 und die Batman-Serie verwenden die PhysX -Engine von Nvidia , nun gibt der Hersteller die Software vollständig inklusive des Quellcodes frei.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von PhysX (Bild: Nvidia)
Artwork von PhysX Bild: Nvidia

Nvidia gibt ab sofort den Quellcode seiner Physikengine PhysX mit einer BSD-3-Lizenz frei. Die Software ist auf Github(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Derzeit stehen dort die Dateien von PhysX 3.4 zum Download bereit, ab dem 20. Dezember 2018 will der Hersteller dann auch PhysX 4.0 veröffentlichen. Die kommende Version soll neben Stabilitätsverbesserungen auch neue Effekte bieten, womit die Simulation von Maschinen und anderen komplexen Gebilden deutlich verbessert wird.

Bislang war nur der Teil von PhysX, der auf der CPU berechnet wurde, als Open Source verfügbar. Nun gilt das auch für den Code, für den die GPU zuständig ist, was die Möglichkeiten für Entwickler enorm erweitert. In seinem Blog schreibt Nvidia(öffnet im neuen Fenster) , dass mit der Engine besonders an Anwendungen im Bereich von Deep Learning, der Robotik sowie für die Simulation selbststeuernder Autos und für High-Performance Computing gearbeitet werden kann - und natürlich an Games. Die Engine kann auf Windows, Linux, MacOS sowie auf Geräten mit iOS und Android verwendet werden.

Nvidia PhysX - Trailer (SDK Version 4.0)
Nvidia PhysX - Trailer (SDK Version 4.0) (02:31)

Eine spezielle Begründung für den Schritt hin zu Open Source nennt Nvidia nicht. "Wir machen das, weil die Physiksimulation - lange Zeit unverzichtbar für immersive Spiele und Unterhaltung - wichtiger ist, als wir jemals gedacht haben" , heißt es sehr allgemein im Firmenblog.

PhysX kommt unter anderem in Spielen wie Fallout 4, Assassin's Creed 4 sowie in der Batman-Serie von Rocksteady Games zum Einsatz. Außerdem ist die Technologie direkt in kommerzielle Engines wie Unity, Unreal Engine 4 und Cryengine eingebaut. Nvidia hatte PhysX im Jahr 2008 zusammen mit dem Entwicklerstudio Ageia gekauft. Wichtigster Konkurrent ist seit Jahren die Physikengine Havok, die Microsoft im Oktober 2015 von Intel übernommen hatte.


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