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Nvidia: Oculus-Rift-Konkurrent mit Lichtfeld-Technologie

Sie ist kleiner und leichter als das Oculus Rift, außerdem ermöglicht sie zumindest prinzipiell natürliches Eye-Tracking: Nvidia hat den Prototyp einer Virtual-Reality-Brille präsentiert, die mit Lichtfeld-Technologie arbeitet.
/ Peter Steinlechner
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Near-Eye Light Field Displays (Bild: Nvidia)
Near-Eye Light Field Displays Bild: Nvidia

Im Rahmen der Siggraph hat Nvidia vor einigen Tagen den Prototyp eines neuartigen Head Mounted Displays vorgeführt. Einer der Vorteile: Die VR-Brille soll deutlich kleiner und leichter sein als Oculus Rift. Die Near-Eye Light Field Displays(öffnet im neuen Fenster), wie Nvidia das Gesamtsystem derzeit nennt, verwenden zwei sehr kleine Displays statt einen vergleichsweise großen Bildschirm wie Oculus Rift, was für eine deutliche Gewichtsreduktion sorgen soll – für Spieler, die lange in virtuelle Welten eintauchen möchten, ist das ein großer Vorteil.

Nvidia – Virtual-Reality – Near-Eye Light Field Displays
Nvidia – Virtual-Reality – Near-Eye Light Field Displays (05:23)

Laut Nvidia ließe sich das Gewicht noch weiter verringern, wenn die Elektronik zur Ansteuerung der Displays nicht wie bei dem Prototyp im Brillengestell angebracht ist, sondern die Daten per Kabel zur Verfügung gestellt werden. Allerdings scheint das Gerät derzeit noch kein Headtracking zu unterstützen, also das Verfolgen von Kopfbewegungen. Dies ist eine der großen Stärken von Oculus Rift, deren Entwickler auf eigene Systeme für diese Funktion zurückgreifen können.

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Oculus Rift – Test-Fazit der Entwicklerversion (01:41)

Laut Nvidia verwendet der Prototyp eine Displaytechnologie, die stark der von Lichtfeldkamers ähnelt, etwa der Lytro. Lichtfeldkameras nehmen die Farbe, Intensität und Richtung des einfallenden Lichts auf, während herkömmliche Kameras die Richtungsinformation nicht festhalten können. Vor dem eigentlichen Bildsensor sitzen dafür zahlreiche Mikrolinsen.

Die Displays des Nvidia-Prototyps verfügen über eine Auflösung von jeweils 1.280 x 720 Pixeln. Bauartbedingt stehen davon aber nur 146 x 78 Pixel pro Lichtfeld-Ausschnitt zur Verfügung. Zumindest prinzipiell dürfte die Displaytechnologie trotzdem herkömmlichen Systemen überlegen sein, weil vor allem der Umgang mit der Tiefenschärfe für das Auge wesentlich natürlicher ist. Außerdem können Fehlsichtigkeiten einfach per Software korrigiert werden – bei Oculus Rift müssen Spieler eigentlich eine Brille oder Kontaktlinsen tragen, auch wenn das in der Praxis dann doch irgendwie auch ohne sehr gut geht.

Ob Nvidia aus dem Prototyp seines Near-Eye Light Field Displays irgendwann ein Produkt machen möchte, ist derzeit nicht bekannt. Oculus Rift will im Laufe des Jahres 2014 eine Endkundenversion seines VR-Headsets anbieten, die eine deutlich höhere Auflösung als das bereits jetzt verfügbare Entwicklermodell bietet.


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