Nvidia: MFG läuft auf RTX 4000 und könnte DLSS 5 beschleunigen
Multi Frame Generation (MFG) ist offiziell den Grafikkarten der Geforce-RTX-5000-Serie vorbehalten. Eine Mod zeigt nun, dass die Technik auch auf älteren RTX-4000-Modellen funktioniert. Tests von Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster) reichen von der Geforce RTX 4070 bis zur RTX 4090 und liefern teils überraschend gute Ergebnisse.
MFG erzeugt mehrere künstliche Bilder zwischen zwei klassisch gerenderten Frames. Während die normale Frame Generation der RTX-4000-Serie jeweils ein zusätzliches Bild berechnet, sind mit MFG auch 3x und 4x möglich. Die Mod schaltet diese Modi auf Ada-Lovelace-Grafikkarten frei.
Tom's Hardware hat MFG unter anderem mit Cyberpunk 2077 getestet. Die Bildrate steigt mit den zusätzlichen Frames deutlich. Auch die auftretenden Bildfehler entsprechen laut den Testern dem Verhalten auf RTX-5000-Hardware. Nach ihrer Analyse wird tatsächlich Nvidias MFG beziehungsweise der entsprechende DLSS-G-Pfad verwendet.
Besonders interessant könnte das im Zusammenhang mit DLSS 5 werden. Nvidias neues Neural Rendering verbessert zwar Gesichter, Haut, Haare und Materialien, benötigt aber sehr viel Rechenleistung. Wir haben uns die Technik bereits mit NBA 2K27 angesehen. Nvidia will DLSS 5 nach weiteren Optimierungen auch für die RTX-4000-Serie anbieten.
MFG könnte einen Teil des Leistungsproblems ausgleichen. Sinkt durch DLSS 5 die tatsächlich gerenderte Bildrate stark, können aus diesen Frames mehrere Zwischenbilder erzeugt werden. Die Ausgabebildrate steigt dadurch erheblich.
Das macht aus einer RTX 4000 zwar keine entsprechend schnellere Grafikkarte, könnte DLSS 5 auf Ada aber mit ausreichend hohen Bildraten nutzbar machen.
Genau diese Kombination hat Tom's Hardware ebenfalls ausprobiert. In Full HD funktionieren DLSS 5 und MFG 4x auf mehreren RTX-4000-Modellen mit noch brauchbaren Latenzen.
Kein grenzenloser Grafikspaß
Mit steigender Auflösung werden die Grenzen deutlicher. In WQHD bleibt im Test nur die RTX 4090 unter 60 ms, RTX 4080 und RTX 4080 Super liegen etwas darüber. Schwächere Modelle schneiden entsprechend schwächer ab.
Eine hohe angezeigte Bildrate bedeutet bei MFG ohnehin nicht, dass ebenso viele Bilder tatsächlich vom Spiel gerendert werden. Die zusätzlichen Frames verbessern vor allem die wahrgenommene Flüssigkeit; Eingabelatenz und Reaktionsfähigkeit profitieren davon nicht im gleichen Maß.
Interessant ist der Mod auch aus technischer Sicht. MFG benötigt Hardwarefunktionen moderner Geforce-GPUs, funktioniert offenbar aber nicht ausschließlich auf Blackwell. Nvidia hat bislang nicht angekündigt, Multi Frame Generation offiziell für RTX 4000 freizugeben. Die Mod bleibt zudem eine experimentelle Lösung mit Fehlern und teilweise auffällig hohen Latenzen.
Dass DLSS 5 offiziell für Ada kommen soll, macht die Sache dennoch spannend: Sollte Nvidia irgendwann auch MFG freigeben, könnte die Kombination die hohen Leistungsanforderungen des Neural Renderings zumindest bei den stärkeren RTX-4000-Grafikkarten erheblich abfedern.
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