Nvidia: Jensen Huang beschwört erneut Ende von Moore's Law

Zum Start der europäischen GPU Technology Conference in München hat Nvidias Chef Jensen Huang schlechte und gute Nachrichten: Moore's Law ist schon wieder tot, aber der Universalübersetzer bald erfunden.

Artikel von Nico Ernst veröffentlicht am
Nvidia-CEO Jensen Huang
Nvidia-CEO Jensen Huang (Bild: Nico Ernst)

Weil der größte Konkurrent bei professionellen Anwendungen Intel und nicht mehr AMD ist, hetzt Nvidia schon seit Jahren gegen Moore's Law. So auch Mitbegründer Jensen Huang zur Eröffnung der zweiten Konferenz GTC Europe, die erstmals in München stattfindet. "Die Gratisfahrt ist beendet", sagte er auf die früher übliche Leistungssteigerung bei CPUs von - nach seiner Darstellung - 50 Prozent pro Jahr. Dabei ist das aber gar nicht die Aussage von Moore's Law, die Regel beschreibt nur die gesteigerte Zahl von Transistoren - mehr reine Rechenleistung kann, muss aber nicht eine Folge davon sein.

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Prozessoren könnten Huang zufolge kaum noch schneller werden, bereits in 15 Jahren sollen GPUs 1.000-mal schneller als CPUs sein. Dafür legte er zwar nette Diagramme in Intel-Blau und Nvidia-Grün vor, nannte die gemeinten Produkte aber nicht. Verglichen wurde nach Teraflops, ohne Angaben zu einfacher oder doppelter Genauigkeit. Bei den Prozessoren, so Huang, "sind uns die Ideen ausgegangen". Ein Chip wie Nvidias aktueller Volta GV100 mit 21 Milliarden Transistoren sei "als CPU gar nicht herstellbar". So ziemlich jeder in der Halbleiterbranche dürfte dem Nvidia-Chef da widersprechen: Bauen kann man so etwas, es ist als Allzweckprozessor nur sinnlos, und GPUs kommen durch gleichförmige Rechenwerke, nicht mehr verschiedene Funktionalität, auf ihre extreme Transistoranzahl.

  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
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  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)

Volta-GPUs sind laut Jensen Huang inzwischen "in jeder Cloud der Welt" vertreten. Sie sollen nicht mehr nur zum Spielen und für wissenschaftliche Berechnungen taugen, sondern alle Bereiche der IT durchdringen. Auch soziale Netzwerke oder SQL-Datenbanken setzen, so Huang, schon auf GPU-Beschleunigung. Da man das alles aber nicht sehen kann, hatte Nvidias Chef noch eine eindrucksvolle grafische Demonstration dabei. Dabei ging es um eines seiner privaten Lieblingsthemen: Sportwagen.

Project Holodeck: bald bei Steam verfügbar

Einen neuen McLaren hatten drei Nvidia-Mitarbeiter in das gestellt, was das Unternehmen wörtlich als Holodeck beschreibt. Dabei handelt es sich um eine VR-Umgebung, bei der Menschen von verschiedenen Orten aus zusammenarbeiten können. Ohne komplizierte Objekte ist das per Internet mit laut Huang 90 fps möglich. Deutlich ins Ruckeln kam die Demo, als der McLaren umrundet wurde. Kein Wunder: Die Darstellung besteht aus den echten CAD-Daten des Autos. Es besteht aus 30.000 Bauteilen, die Nvidia auch in einer Explosionsdarstellung zeigte. "Das sind alle Teile" staunt Huang, und das Publikum applaudierte.

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Im Holodeck können sich die Nutzer frei bewegen und bei haptikfähigen VR-Kits auch die Objekte darin anfassen, versprach Huang. Während Project Holodeck im Frühling 2017 noch eine Demo war, sollten Nutzer es bald bei Steam herunterladen und selbst ausprobieren können.

  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
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  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
  • Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)
Keynote der GTC Europe 2017 (Foto: Nico Ernst)

Dank KI, so Huang später, würde auch bald "der Universalübersetzer aus Star Trek" Realität. In "ein paar Jahren" könne er seinen Vortrag in English halten und wäre in Echtzeit in Deutsch zu hören. Schon in der Praxis zeigen konnte Nvidias CEO Bilderkennung auf dem neuen Tensor-RT3-Framework auf acht Tesla V100 in einem HGX-System. Auf der - wieder nicht genannten - "schnellsten CPU der Welt" brachte es ein Programm zum Erkennen und Benennen verschiedener Blumen auf 4,8 Bilder pro Sekunde. Mit Tensor-RT3 waren es über 500 pro Sekunde.

In Racks für Rechenzentren übersetzt bedeutete das Huang zufolge, dass sich drei Viertel einsparen ließen: ein Schrank statt derer vier für die gleiche Rechenleistung. Dabei soll die Hardware nur ein Sechstel kosten und die Leistungsaufnahme nur ein Zwanzigstel betragen. Auch mit selbstironischem Augenzwinkern sagte Huang: "Je mehr GPUs Sie kaufen, umso mehr sparen Sie!"

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neocron 16. Okt 2017

aber auch nur, wenn man nicht verstanden hat, was geschrieben wurde! was auch niemand...

razer 11. Okt 2017

bei intel sieht man dass die jetzt einige jahre die ruhige kugel geschoben haben: es war...

Anonymer Nutzer 11. Okt 2017

Eine Sechs wird lediglich bei Nichtantreten oder Nichtleistung vergeben. "As a beginner...

Eheran 10. Okt 2017

Aber es zeigt schön, was ich selbst beobachte und hier auch schon geschrieben hatte. Dass...

Volle 10. Okt 2017

achso ich hatte mich nur gewundert dass du im thread Titel was von FPGAs geschrieben hast...



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