Nvidia Grid: Virtuelle GPUs für CAD und 3D-Modelling mit Chromebooks
Zwei bis 16 Nutzer können sich mit Nvidias Grid vGPU über das Internet eine in einem Rechenzentrum verbaute GPU teilen. Dies gab Nvidia zum Start der VMWorld in Barcelona bekannt. Das System läuft nun auch unter VMWare vSphere, aber nur, wenn das Unternehmen dafür etwas Aufwand betreibt.
Noch handelt es sich um ein "Early Access Programm", also ein Angebot zum Testen in kontrollierten Umgebungen. Wie Nvidia auf der Projektseite zu vGPU(öffnet im neuen Fenster) beschreibt, müssen Vorabversionen von VMWare Horizon und vSphere installiert werden, und die Tegra-K1- oder -K2-Karten mit den Nvidia-GPUs müssen schon vorhanden sein.
Dann ist es aber möglich, auch anspruchsvolle Anwendungen auf kleinen Clients mit hoher 3D-Leistung auszuführen. Das dient nicht nur der Kostenersparnis bei der Hardware, sondern ermöglicht es Nutzern, auf bereits bestehende Systeme zuzugreifen. So beschreibt beispielsweise Airbus in einer Mitteilung von Nvidia, dass der Flugzeugbauer damit seinen Zulieferern Zugriff auf die eigenen Anwendungen erlaube. Es ist also für den testweisen Einbau eines Teils in eine digitale Konstruktion nicht nötig, die komplette Arbeitsumgebung von Airbus selbst nachzustellen.
Dass für anspruchsvolle Anwendungen wie CAD und 3D-Modelling nicht immer mobile Workstations nötig sind, ist aber weiterhin ein Grund für die Weiterentwicklung von virtualisierten GPUs. Demnächst soll das auch mit sehr leistungsschwachen Clients klappen, nämlich Chromebooks. Noch bezeichnen Google und Nvidia eine entsprechende Vorführung auf der VMWorld nur als Technologiedemonstration. Wann die Clientsoftware für vGPU für die günstigen Notebooks erscheint, steht noch nicht fest.
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