Nvidia Geforce RTX 5000: Blackwell-Topmodell soll 512-Bit-Speicherbus bekommen

Der KI-Hype könnte auch für Spieler und Hobbynutzer etwas Gutes bringen. Gerüchten zufolge soll die nächste Gaming-Grafikkarte von Nvidia ein ungewöhnlich breites Speicherinterface haben.

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Nvidias Blackwell-GPU soll in der größten Ausführung mit einem 512-Bit-Speicherinterface ausgestattet sein.
Nvidias Blackwell-GPU soll in der größten Ausführung mit einem 512-Bit-Speicherinterface ausgestattet sein. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)

Der gewöhnlich gut informierte Leaker Kopite7kimi hat auf X berichtet, dass Nvidias nächstes Gaming-Topmodell laut mehrerer seiner Quellen ein 512-Bit-Speicherinterface haben soll. Auch für High-End-Grafikkarten ist das eine Seltenheit. Bei für Endkunden bestimmten Produkten hat der Hersteller ein so breites Interface zuletzt bei der Nvidia Geforce GTX 280 und GTX 285 verwendet.

Gerüchte um einen Wechsel auf 512-Bit kamen bereits im Jahr 2023 auf, wurden aber zwischenzeitlich verworfen – unter anderem, weil über GDDR7 mit bis zu 37 GBit/s bereits Speicher angekündigt wurde, der auch bei einem 384-Bit-Speicherbus ausreichend schnell wäre.

Bei dieser Geschwindigkeit beträgt die theoretische Datendurchsatzrate 1.776 GByte/s. Laut Kopite7kimi soll allerdings langsamerer GDDR7 mit nur 28 GBit/s verbaut werden, der in Kombination mit einem 512-Bit-Speicherinterface eine Durchsatzrate von 1.792 GByte/s ermöglicht. Für Nutzer gibt es zunächst keinen Leistungsunterschied zwischen beiden Varianten, sofern die Zahlen sich bewahrheiten.

Workstation-GPUs brauchen mehr Speicher

Aus Sicht des Herstellers entstehen dadurch außerdem höhere Kosten, da der Speichercontroller auf der GPU selbst entsprechend größer ausfällt. Zudem müssen mehr Speicherchips verbaut werden, was tendenziell durch höhere Produktionskosten ebenfalls teurer ist. Allerdings könnte sich dies zumindest für den größten Blackwell-Chip dennoch auszahlen.

Denn Workstation-Grafikkarten dürften wie üblich mit den gleichen Blackwell-GPUs ausgestattet sein, die auch auf Gaming-Karten zu finden sind. Für KI-Workstations und große 3D-Modelle könnte Nvidia künftig deutlich mehr Speicher in diesem Segment bieten. Allein durch ein 512-Bit-Speicherbus würden 64 GByte pro GPU ermöglichen. Bei Verwendung von 4-GByte-Speicherchips sind sogar 128 GByte denkbar.

Käufer dürfen beim Topmodell mit GB202-GPU zumindest auf einen Anstieg auf 32 GByte bei Verwendung von 16-GBit-Speichermodulen hoffen. Eine teure Doppelbestückung à la Geforce RTX 3090 (Paywall) mit Speicherchips auf der Rückseite halten wir für unwahrscheinlich. Neben den hohen Kosten sorgt auch die zusätzliche Hitzeentwicklung dafür, dass dieses Konzept eher unbeliebt bleibt.

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