Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Nvidia: Geforce Now bekommt RTX 3080 und Threadripper Pro

Bessere Hardware, höhere Auflösung, mehr Fps: Nvidia hat Geforce Now ein kräftiges Update verpasst – und will mehr Geld für das Cloud Gaming .
/ Marc Sauter
23 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Geforce Now erhält deutlich schnellere Hardware. (Bild: Nvidia)
Geforce Now erhält deutlich schnellere Hardware. Bild: Nvidia

Genauso wie ein PC alle paar Jahre aufgerüstet werden muss, um die neuesten Spiele in voller Grafikpracht darstellen zu können, müssen auch die Server für Cloud Gaming regelmäßig aktualisiert werden: Bei Nvidias Geforce Now bedeutet das den Wechsel auf die aktuelle Ampere-Generation und schnellere CPUs.

Ab Dezember 2021 sind die neuen Systeme in Europa verfügbar – konkret in den Rechenzentren in Amsterdam, Frankfurt, London und Paris. Sie sollen 1440p (auf PC) und 1600p (auf Mac) bei 120 fps sowie 4K60 mit HDR (auf Shield TV) liefern – bisher war bei 1080p60 das Maximum. Um diese Leistung bereitzustellen, hat Nvidia sogenannte Superpods für Geforce Now entwickelt.

Diese Systeme weisen schnellere Hardware auf als ihre Vorgänger, zudem gibt es Verbesserungen bei der Software. Statt dem Server-Pendant einer Geforce RTX 2080, der Tesla RTX T10, wird eine Beschleunigerkarte auf dem Niveau einer Geforce RTX 3080 und mit 24 GByte Videospeicher eingesetzt. Nvidia hat auf Basis des GA102-Grafikchips ein entsprechendes Modell namens A10G für Geforce Now entworfen.

Doppelte so viele Kerne, doppelt so viele Speicherkanäle

Als Plattform wird ein Threadripper Pro 3955WX mit 16 Kernen verwendet, pro Rechner sind zwei Grafikkarten verbaut. Jeder Geforce-Now-Account erhält 8C/16T, satte 28 GByte RAM im Dualchannel-Betrieb, eine PCIe-Gen4-SSD-Partion und Zugriff auf eine der beiden GPUs. Bisher hatte Nvidia einen Intel CC150 mit 4C/8T mit einem Speicherkanal pro Client verwendet.

Nvidia zeigt Geforce Now mit RTX 3080 Performance
Nvidia zeigt Geforce Now mit RTX 3080 Performance (01:05)

Mit 1440p120 statt 1080p60 steigt die minimal geforderte Bandbreite von 25 MBit/s auf 35 MBit/s (und auf 40 MBit/s bei 4K60-HDR), dafür verspricht Nvidia neben der höheren Auflösung eine geringere Latenz durch die verdoppelte Bildrate. Außerdem wurde mit Adaptive Sync eine Technik integriert, die fallen gelassene (dropped) oder sich wiederholende Frames aussortiert. Diese Synchronisation zwischen Client und Server verbessert die Latenz ebenfalls, Nvidia spricht von unter 60 ms.

Die neue Hardware geht mit einem als RTX 3080 bezeichneten Abonnement einher, es kostet 100 Euro für sechs Monate. Verglichen zum Priority-Abo für 50 Euro (oder als Monatsabo) gibt es neben 1440p120 auch von sechs auf acht Stunden erweiterte Sessions und Nvidia speichert die gewählten Grafikeinstellungen, statt sie zurückzusetzen; DLSS und Raytracing ist bei beiden aktiv.


Relevante Themen