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Jensen Huang mit dem Xavier-SoC
Jensen Huang mit dem Xavier-SoC (Bild: Nvidia)

Nvidia: Drive Xavier für autonome Autos wird ausgeliefert

Jensen Huang mit dem Xavier-SoC
Jensen Huang mit dem Xavier-SoC (Bild: Nvidia)

Nvidia will den Drive Xavier in den kommenden Wochen an seine Partner schicken. Der Chip für autonomes Fahren ist komplex, groß, leistungsstark und effizient. Seit der Ankündigung hat das X-Men-SoC ein paar Änderungen erhalten.

Der final Drive Xavier genannte Chip für autonome Fahrzeuge soll im ersten Quartal 2018 an Partner ausgeliefert werden. Das kündigte Nvidia-Chef Jensen Huang auf der Consumer Electronics Show 2018 in Las Vegas an. Das System-on-a-Chip wurde ursprünglich auf Nvidias Hausmesse GTC Europe im Herbst 2016 vorgestellt, seitdem haben sich aber zumindest ein paar Daten geändert.

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Eigentlich sollte das SoC rund sieben Milliarden Transistoren aufweisen, nun sagte Jensen aber, es seien neun Milliarden. Der Fertigungsprozess wurde vor knapp anderthalb Jahren als 16FF+ bezeichnet, mittlerweile spricht Nvidia von 12FFN. Beide Nodes stammen von der TSMC, wobei es sich bei 12FFN (Finfet Nvidia) um eine optimierte Version eines 16-nm-Verfahrens handelt. Nvidia nutzt den Node auch für den GV100-Chip, der in den Tesla-V100-Rechenkarten und der Prosumer-Grafikkarte Titan V steckt. Der Drive Xavier fällt mit 350 mm² ziemlich groß aus, AMDs aktueller Grafikchip Vega 10 im Desktop-Topmodell Radeon RX Vega 64 etwa misst 486 mm².

Carmel trifft Volta

Hinsichtlich des technischen Aufbaus hat sich beim Drive Xavier nichts getan. So integriert er acht selbst entwickelte Kerne mit ARMs 64-Bit-Technik ARMv8, diese heißen Carmel. Verglichen mit den bisherigen Denver-Kernen handelt es sich um eine 10- statt 7-fach skalare Architektur, sie kann also mehr Befehle pro Sekunde verarbeiten. Ebenfalls im Chip stecken 512 Grafikkerne mit Volta-Technik, sie sollen eine Rechenleistung von 1,3 Teraflops erreichen.

  • Jensen Huang zeigt das Xavier-SoC (Bild: Nvidia)
  • Xavier soll 30 TOPS schaffen. (Bild: Nvidia)
Jensen Huang zeigt das Xavier-SoC (Bild: Nvidia)

Weil die Shader-Einheiten neben FP32 auch FP16 und INT8 unterstützen und die GPU noch Tensor-Cores beinhaltet, spricht Nvidia von 30 Teraops bei einer Leistungsaufnahme von 30 Watt. Später soll der Drive Xavier im Drive PX Pegasus stecken: Die Plattform für autonome Autos besteht aus zwei Xavier-SoCs und zwei GPUs, deren Architektur von Nvidia noch nicht offengelegt wurde - vermutlich Ampere. Nennenswert ist die Unterstützung von ASIL-D AV (Automotive Safety Integrity Level), der momentan höchsten Stufe.

Benannt ist der neue Chip nach Charles Xavier, dem Gründer der X-Men aus den Marvel-Comics. Schon der Vorvorgänger Erista alias Tegra X1 ist an einen der X-Men angelehnt, nämlich den Sohn von Logan (Wolverine), was wiederum der Codename für den noch älteren Tegra K1 ist. Der Vorgänger des Drive Xavier, der Tegra X2, heißt jedoch Parker - also Spiderman. Und weil wir gerade dabei sind: Weitere Tegra-Codenamen sind Grey, eine wichtige Figur aus X-Men, sowie Wayne, sprich Batman, und Kal-El, besser bekannt als Superman.

Der nächste Tegra wird übrigens Jensen heißen ;-)


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