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Nvidia Drive PX Pegasus: 500-Watt-Board für autonome Taxis

Nvidias Pegasus soll alles ändern: Die Plattform für vollautonome Fahrzeuge bietet eine hohe Rechenleistung und ist recht kompakt. Sie vereint alles, was bisher einzelne Module bieten. Ein Problem könnte die Leistungsaufnahme werden.

Artikel veröffentlicht am , Nico Ernst
Nvidia Drive PX Pegasus
Nvidia Drive PX Pegasus (Bild: Nico Ernst)

Auf seiner Konferenz GTC in München hat Nvidia-Chef Jensen Huang das Projekt Drive PX Pegasus angekündigt. Dabei handelt es sich um einen Computer, der mit vielen Einheiten auf einem Mainboard alle Rechenfunktionen für vollautonomes Fahren nach Level 5 vereinen soll. Damit ist gemeint, dass ein Fahrer zu keiner Zeit nötig ist. Genutzt werden kann das, so Huang, zum Beispiel für 'Robotaxis' - also Fahrzeuge, bei denen wie in Science-Fiction-Filmen gar kein Chauffeur mehr vorgesehen ist.

  • Pegasus füllt den Kofferraum nicht aus. (Foto: Nico Ernst)
  • Nvidia Drive PX Pegasus (Foto: Nico Ernst)
  • Tegra Xavier SoC als Host (Foto: Nico Ernst)
  • Level 5 hat sehr hohe Anforderungen. (Foto: Nico Ernst)
  • Projekte für autonome Taxis (Foto: Nico Ernst)
  • Autonomie-System aus Einzelkomponenten (Foto: Nico Ernst)
Pegasus füllt den Kofferraum nicht aus. (Foto: Nico Ernst)
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Pegasus muss dazu die Daten von Dutzenden Sensoren wie Kameras, Lidar und Radar auswerten. Dafür ist brachiale Rechenleistung nötig, die heute nur in Serversystemen oder Spiele-PCs mit mehreren GPUs zu finden ist. Als Hostsystem samt kleinerer GPU-Beschleuniger dienen zwei Xavier-SoCs. Einen Großteil der Performance liefern aber zwei zusätzliche GPUs mit dem Nachfolger der Volta-Architektur, für den noch kein Codename existiert. Bei 8-bittigen Integer-Berechnungen soll das Gesamtsystem eine Leistung von 320 Tera-Operationen pro Sekunde (Tops) erreichen, was eine noch recht neue Einheit für Deep-Learning-Systeme ist. Tops sind nicht direkt mit den üblichen Tflops vergleichbar, ein Rechner kann unterschiedliche Werte für beide Einheiten erreichen, aber je nach Architektur auch die gleichen. Daher ist die Angabe nur der Tops recht vage.

Um mit den Sensoren und anderen Computern im Fahrzeug zu kommunizieren, bietet Pegasus mehr Bandbreite nach außen als so manches Serverrack: 16 serielle Gigabit-Links (GMSL) sind geboten, vier mal 10-Gigabit-Ethernet, acht mal Gigabit-Ethernet und 16 100-MBit-Links. Allein diese Ports, die bei der kontinuierlichen Überwachung der Umgebung ständig aktiv sind, dürften die Leistungsaufnahme in die Höhe treiben. Sie liegt Nvidia zufolge für das gesamte Pegasus-Board bei 500 Watt - unter welchen Bedingungen, etwa ob es der Höchstwert für die TDP ist, gab das Unternehmen nicht an.

Wie Nvidia aber nach der Vorstellung auf Nachfrage erklärte, soll es möglich sein, Pegasus im Fahrzeug mit Luftkühlung auf Betriebstemperatur zu halten. Vermutlich sind damit aktive Systeme mit Lüftern gemeint. Üblicherweise liegen die zulässigen Werte für Autoelektronik je nach Fahrzeug bei 80 bis über 100 Grad Celsius, was entsprechend selektierte und etwa durch Throttling geschützte Chips heute auch aushalten können.

Weitere Angaben zu Spezifikationen und Preisen machte Jensen Huang noch nicht. Ebenso hielt er nicht, wie auf Nvidia-Veranstaltungen üblich, zumindest einen Prototyp von Pegasus in die Kameras. Von daher ist die Vorstellung der Plattform nur als Ankündigung zu verstehen. Erst Ende des ersten Quartals 2018 sollen Partner von Nvidia Muster von Pegasus erhalten.



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zacha 12. Okt 2017

Und was soll die Software machen, wenn die Hardware kaputt ist auf der sie läuft? Dass...

chapchap 11. Okt 2017

Im Winter spart man dann aber auch beim Heizen :)

Silberfan 11. Okt 2017

Nvidia versucht immer wieder Ihre Stromfressenden Chips unterzubringen oder Überschuss...

AllDayPiano 11. Okt 2017

Wenn Throtteling die Temperatur senken soll, und man die Rechenleistung dafür reduziert...


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