Nvidia Drive PX 2: 8-Teraflops-Hardwaremodul für autonome Autos

Nvidias diesjährige CES-Pressekonferenz widmete sich ausschließlich einem Thema: dem autonomen Fahren. Im Mittelpunkt stand dabei ein Hardwaremodul für autonome Fahrzeuge mit dem Namen Drive PX 2. Der Rechner mit der Größe einer Brotdose verwendet jeweils zwei Tegra-Prozessoren und zwei GPUs, die zusammen eine Rechenleistung von acht Teraflops liefern, was etwa der Leistung einer High-End-Desktop-GPU wie der Titan X entspricht.

Auf der Vorderseite eines Drive PX 2 Moduls befinden sich die beiden von Nvidia entwickelten Tegra-CPUs mit zusammen acht ARM-Cortex-A57 und vier Kernen auf Basis der Denver-Architektur. Interessanter ist die Rückseite, auf der sich die beiden Pascal-GPUs befinden, die in 16 nm mit FinFET-Transistoren gefertigt werden. Die von Nvidia präsentierten Renderings zeigen auch HBM-Chips, der schnellere Speicher wurde bereits im März 2015 für die Pascal-Chips angekündigt . Auf der gezeigten echten Platine sitzen allerdings Maxwell- und GDDR5-Chips.






Das Hardwaremodul hat eine recht hohe Leistungsaufnahme von 250 Watt und gibt dadurch viel Abwärme ab, die laut Nvidia nur durch eine Wasserkühlung abgeführt werden kann. Neben dem Hardwaremodul muss im autonomen Auto deswegen noch Platz für eine Pumpe und einen Radiator sein.
Ab sofort bietet Nvidia ein SDK mit dem Namen Driveworks für interessierte Entwickler an. Dieses ermöglicht eine Art Referenzsystem, bei dem ein Fahrzeug mit sechs Kameras und zahlreichen Sensoren simuliert wird, das pro Sekunde rund 1,6 Millionen Messwerte liefert.
Erste Referenzboards sollen im zweiten Quartal an Entwickler ausgeliefert werden, Ende 2016 soll der offizielle Marktstart erfolgen. Mit Volvo hat sich bereits ein Autohersteller gefunden, der das Modul in autonomen Fahrzeugen einsetzen will.



