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Nvidia: DLSS 4.5 startet und Anti-Cheat kommt für Windows on Arm

Gamescom 2026
Geforce Now wird ausgebaut, wichtige Multiplayer-Spiele sollen auf RTX-Spark-Rechnern laufen und DLSS 4.5 startet mit Ray Reconstruction.
/ Peter Steinlechner
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Übersicht Spiele DLSS 4.5 (Bild: Nvidia)
Übersicht Spiele DLSS 4.5 Bild: Nvidia

Nvidia veröffentlicht die zweite Generation von DLSS 4.5 Ray Reconstruction und erweitert Geforce Now um neue Funktionen und Plattformen. Bei der Gamescom 2026 kündigte der Konzern außerdem Fortschritte beim Spiele-Support für die kommenden RTX-Spark-Systeme sowie Neuerungen für die Nvidia-App an.

Ganz neu ist DLSS 4.5 Ray Reconstruction allerdings nicht. Nvidia(öffnet im neuen Fenster) hatte die Technik bereits im Frühjahr 2026 vorgestellt und ihre Veröffentlichung für August angekündigt. Am 25. August 2026 erfolgt nun der eigentliche Start. Die Nutzer von unterstützten Spielen können das neue Modell über die Nvidia-App als Override aktivieren.

Die zweite Generation von Ray Reconstruction basiert auf Nvidias neuerer Transformer-Architektur und soll vor allem die Darstellung von Raytracing und Pathtracing verbessern. Das Modell verarbeitet nach Angaben des Herstellers rund 20 Prozent mehr Parameter und benötigt dafür etwa 35 Prozent mehr Rechenleistung.

Mehr Rechenaufwand für bessere Grafik

Trotzdem soll die Performance auch auf älteren RTX-Generationen bis zurück zu Turing hoch bleiben. Nvidia verspricht unter anderem eine präzisere Beleuchtung und Schatten sowie eine bessere Darstellung von bewegten Bildinhalten.

Als Beispiel zeigte Nvidia Alan Wake 2, wo unter anderem Schatten und Beleuchtung sauberer dargestellt werden sollen. Weitere Spiele folgen: 007 First Light erhält am 15. September 2026 DLSS 4.5 Ray Reconstruction und Pathtracing, Control Resonant am 24. September 2026. Für Entwickler steht die Technik im SDK sowie als Plug-in für die Unreal Engine zur Verfügung.

Auch die Nvidia-App wird erweitert. Resizable BAR lässt sich künftig für einzelne Anwendungen konfigurieren. Außerdem integriert Nvidia die Einstellungen für G-Sync Pulsar direkt in die App, so dass Nutzer dafür nicht mehr das Bildschirmmenü ihres Monitors aufrufen müssen.

Geforce Now bekommt neue Spiele und Plattformen

Eine Reihe von Neuerungen gibt es bei Geforce Now. Ab September 2026 sollen Nutzer des Ultra-Tarifs aktuelle DLSS-Funktionen wie Super Resolution, Dynamic Frame Generation und Ray Reconstruction in Hunderten von unterstützten Spielen konfigurieren können.

Neue Titel wie die PC-Versionen von Metro 2039 und Gears of War – E-Day sollen direkt zu ihrem jeweiligen Marktstart über den Cloudgamingdienst verfügbar sein.

Am 27. August 2026 startet außerdem die bereits angekündigte Verknüpfung mit Gog. Nach dem Verbinden der Konten lassen sich unterstützte gekaufte Spiele über Geforce Now starten, ohne dass Spieler sich erneut bei GOG anmelden müssen. Zu den Ergänzungen gehören Baldur's Gate 3 und Kingdom Come Deliverance 2. Nvidia will monatlich weitere Gog-Titel hinzufügen.

Steam Controller, Firefox und Fire TV

Nvidia baut darüber hinaus die offizielle Unterstützung für Valves Hardware aus. Geforce Now lässt sich grundsätzlich bereits auf Linux-Systemen und damit auch auf der Steam Machine nutzen. Nvidia kündigte nun Support für den neuen Steam Controller an. Er soll im vierten Quartal 2026 zunächst auf Steam Deck und Steam Machine unterstützt werden, später auch in den Geforce-Now-Apps für Windows und MacOS.

Geforce Now erhält zudem offiziellen Firefox-Support und Unterstützung für weitere Fire-TV-Sticks. Noch im Herbst 2026 sollen Nutzer auf Fire-TV-Geräten ein Geforce-Now-Abo direkt über Amazon abschließen können. Am monatlichen Nutzungslimit von 100 Stunden ändert sich vorerst nichts.

Interessante Neuigkeiten gibt es zu RTX Spark. Nvidia verbindet dabei RTX-Grafik mit Windows on Arm; entsprechende Laptops und kompakte Desktop-PCs sollen im Herbst auf den Markt kommen.

Anti-Cheat bleibt wichtige Hürde für RTX Spark

Bei vielen Multiplayer-Spielen ist die ARM-Plattform bislang ein Problem: Viele Titel setzen Anti-Cheat-Systeme mit systemnahen Komponenten voraus, die nicht ohne Weiteres auf Windows on Arm funktionieren. Nvidia bezeichnete die Kompatibilität mit Anti-Cheat deshalb als eine der wichtigsten Fragen rund um RTX Spark.

Nun gibt es erste konkrete Zusagen. EA bringt sein Javelin Anti-Cheat auf RTX Spark. Damit sollen unter anderem Apex Legends und die Formel-1-Spiele auf den neuen Geräten laufen. Wie Javelin technisch für Windows on Arm angepasst worden sei, erläuterte Nvidia bislang nicht.

Embark Studios unterstützt RTX Spark ebenfalls mit ARC Raiders und The Finals. Auch Riot Games, Krafton und Epic Games arbeiten laut Nvidia an Unterstützung.


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