Nvidia DLSS 10: KI könnte 3D-Rendering ersetzen
In einer Videokonferenz(öffnet im neuen Fenster) hat Nvidias Vice President of Applied Deep-Learning-Research, Bryan Catanzaro, über die Zukunft von 3D-Rendering und DLSS gesprochen. Dabei sagte er voraus, dass es in einer späteren DLSS-Version einmal möglich sein könne, komplett auf KI-Rendering zu setzen. Der Weg dahin sei allerdings noch weit, auch weil Entwickler die bisher gewohnte Kontrolle über jedes Detail behalten wollten.
Vor zwei Generationen führte Nvidia mit der RTX-20-Serie (Turing) die erste Version von DLSS ein. Gerade bei der Bildqualität waren die Ergebnisse noch durchwachsen, auch Raytracing-Spiele hatten besonders bei der Performance noch einige Probleme. Mittlerweile sieht vieles bereits anders aus.
DLSS 3.5 kann feine Details wie Vegetation und Zäune teilweise besser darstellen als in nativer Auflösung. Außerdem ist es mit DLSS mit 4-fach-Skalierung und Frame Generation möglich, aus nur 12,5 Prozent der dargestellten Pixel am Ende vollständige und hochaufgelöste Bilder zu generieren. Auch wenn der Unterschied zu nativer Auflösung hier noch sichtbar ist, ist die Qualität nicht mehr weit davon entfernt.
Vollständig neuronales Rendering wurde bereits gezeigt
Das veranlasste Bryan Catanzaro, bereits über vollständig neuronales Rendering zu sprechen. Bereits 2018 wurde dies auf Basis der Unreal Engine 4 demonstriert. Damals war die Bildqualität noch eher schlecht, mittlerweile hat KI-Bildgenerierung allerdings einen rasanten Wandel durchlaufen. Catanzaro nannte beispielhaft DLSS 10, das in einigen Jahren auf diesem Konzept aufbauen könne.
Einen plötzlichen Wandel zu neuronalem Rendering wird es laut Catanzaro eher nicht geben. Entwickler hätten aktuell gute Werkzeuge, um ihre Visionen möglichst genau mit klassischem Rendering zu verwirklichen, sagte er. Für KI-Rendering werde es ähnlich gute Werkzeuge brauchen, die erst noch entwickelt werden müssten. Auch deshalb werde die Performance für normales Rendering weiter steigen müssen.
KI kann auch andere Bereiche verbessern
Jakub Knapik, Global Art Director bei CD Projekt Red, gab in dem Gespräch offen zu, dass ihm diese Entwicklung bisher starke Angst bereite. Er sieht die Zukunft von KI in Computerspielen in anderen Elementen, etwa bei der Story und in einer interaktiveren Welt.
Catanzaro und Knapik waren sich allerdings einig, dass in beiden Bereichen die Kontrolle auch in Detailfragen bei den Entwicklern liegen werde, mit entsprechend guten Werkzeugen dazu. Man werde nicht einfach einen Prompt in ChatGPT eingeben können und daraus ein fertiges AAA-Spiel erhalten.
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