Nvidia: "Die Chance auf eine RTX 3080 ist praktisch gleich null"
Es war abzusehen, könnte einige Kunden aber trotzdem ärgern: Der Onlineversand Alternate hat erneut bestätigt, dass die Geforce RTX 3080 kaum lieferbar ist. "Die Chance auf eine RTX 3080, insbesondere bei Neubestellungen, ist praktisch gleich null", schreibt das Unternehmen in einer niederländischen Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster).
Dabei sei auch die Geforce RTX 3060 Ti noch immer stark nachgefragt und daher kaum lieferbar. Von der Geforce RTX 3070 und RTX 3090 gibt es Nachlieferungen von wenigen Stückzahlen, die allerdings zunächst an Menschen in einer recht langen Vorbestellerliste ausgeliefert werden.
Laut Alternate wird die Produktknappheit noch über das gesamte erste Quartal 2021 bestehen. Der Grund: Es gibt noch immer Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Nvidia-Ampere-Chips. In China wird zurzeit das chinesische Neujahr abgehalten, wodurch wichtige Teile der Produktion langsamer oder gar nicht arbeiten, da Fabriken vorübergehend geschlossen werden.
Auch im deutschsprachigen Onlineshop von Alternate gibt es derzeit kaum Grafikkarten zu kaufen. Die Geforce RTX 3080 zum Beispiel ist zudem im Preis auf mittlerweile 1.150 Euro pro Stück gefallen. Der ursprüngliche Startpreis lag bei etwa 800 Euro. Bei anderen Ampere-GPUs sieht es allerdings nicht besser aus: Die Geforce RTX 3090 kostet etwa 2.400 Euro von geplanten 1.500 Euro.
AMD-Grafikkarten gibt es teils noch
Die Geforce RTX 3070 ist derweil auf Lager, kostet allerdings 900 statt zuvor 500 Euro und ist daher so teuer wie die wesentlich schnellere RTX 3080 zu ihrem Release. Die Geforce RTX 3060 Ti kostet 680 Euro. Die Preise decken sich in etwa mit den Angeboten anderer Onlinehändler wie Caseking, Mindfactory, Computeruniverse und Cyberport.

AMDs Rdna-2-Grafikkarten sind hingegen verfügbar, wenn auch teurer als zu ihrer Vorstellung: Die RX 6800 liegt bei etwa 980, die RX 6800 XT bei 1.200 Euro. Die RX 6900 XT kostet derzeit 1.500 Euro.
Alternate gibt an, Änderungen am Warteschleifensystem vorgenommen zu haben. Menschen sollen ihre Position in der Warteschlange nicht verlieren. Allerdings seien einige Bestellungen aufgeteilt worden. Möglich wäre es, dass jede Person ein Produkt erhalten soll und nicht eine Person alle Grafikkarten – etwa um sich daraus eine Kryptomining-Maschine zu bauen.
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