Nvidia: China genehmigt Einfuhr von H200, Groq-LPUs sollen folgen
Für Nvidia war das Chinageschäft zuletzt ein ständiges Hin und Her: Zuerst erlaubte die US-Regierung gegen Umsatzbeteiligung den Export von Hopper-GPUs , die Unternehmen aus der Volksrepublik nur zu gern bestellten ; dann verweigerte die chinesische Regierung deren Einfuhr . Nvidia reduzierte die Fertigung wieder . Nun hat die Regierung der Volksrepublik, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , die Einfuhr freigegeben.
Die genauen Rahmenbedingungen sind noch unbekannt. Die chinesische Regierung ist bestrebt, den Absatz heimischer KI-Beschleuniger zu steigern, eine Quotenregelung stand zur Debatte. Chinesische Alternativen sind allerdings weniger leistungsfähig als die H200 , deren Chip vor vier Jahren vorgestellt wurde . Das ausgereifte Software-Ökosystem macht Nvidias Hardware zusätzlich attraktiv. Entsprechend ist die Produktion der H200 laut CEO Jensen Huang bereits hochgefahren worden.
Huang ist mit seinen Plänen aber bereits einen Schritt weiter: So will er als Nächstes die LPU des Ende 2025 faktisch übernommenen Start-ups Groq in die Volksrepublik exportieren. Sie sind zentraler Bestandteil der kommenden Vera-Rubin-Plattform und auf KI-Inferenz ausgelegt. Die Berechnungen werden dabei auf Rubin-GPUs und LPUs verteilt .
US-Exportregeln erfassen LPU unzureichend
Eine ähnliche Kombination ist auch mit der älteren H200 denkbar. Laut Reuters arbeitet Nvidia an einer für den chinesischen Markt angepassten Version der LPU.
Eine solche Anpassung sollte kein größeres Problem sein, da sie in erster Linie auf Speicherbandbreite ausgelegt ist. Sie ist zudem ein von den US-Exportregularien nicht erfasster Sonderfall: Diese kennen zwar Obergrenzen für die Rechenleistung von Prozessoren (g+) und die Bandbreite von High Bandwidth Memory , nicht jedoch für die Bandbreite von SRAM. Der 500 MByte große SRAM ist aber gerade das, was die Leistung der LPU bei Inferenz ausmacht.
Eigentlich möchte Nvidia auch die neuere GPU-Generation Blackwell nach China exportieren . Hier hat die US-Regierung bislang aber noch kein grünes Licht gegeben.
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