Nvidia-Chef Huang: "China wird das KI-Rennen gewinnen"

Nach Einschätzung von Nvidia-Chef Jensen Huang wird China die USA im Wettlauf um den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) überholen. "China wird das KI-Rennen gewinnen" , sagte Huang der Financial Times(öffnet im neuen Fenster) (Paywall). Als Grund nannte er niedrige Energiekosten und lockerere Vorschriften.
Dem Chef des Prozessorherstellers zufolge wird der Westen, einschließlich der USA und Großbritannien, durch "Zynismus" ausgebremst. "Wir brauchen mehr Optimismus" , sagte Huang am 5. November 2025 am Rande des Future of AI Summit der Financial Times. Huang verwies auf neue KI-Regeln der US-Bundesstaaten, die zu "50 neuen Vorschriften" führen könnten. Diesem Ansatz stellte er chinesische Energiesubventionen gegenüber, die es lokalen Firmen erschwinglicher machten, chinesische Alternativen zu Nvidias KI-Chips einzusetzen. "Energie ist kostenlos" , sagte er.
FT: China senkt die Stromkosten
Der Zeitung zufolge(öffnet im neuen Fenster) erhöhte China zuletzt die Subventionen für Energie, wodurch sich die Stromkosten für einige der größten Rechenzentren des Landes um bis zu 50 Prozent reduzieren ließen. Damit verstärke Peking seine Bemühungen, die heimische Chipindustrie anzukurbeln und mit den USA zu konkurrieren. Lokale Regierungen sollen demnach die Energiekosten stärker subventioniert haben, nachdem chinesische IT-Firmen sich bei den Regulierungsbehörden über die gestiegenen Kosten für die Verwendung heimischer Halbleiter von Firmen wie Huawei und Cambricon beschwert hatten.
Huang befürchtet dem Bericht zufolge zudem, dass die Exportbeschränkungen der USA dazu führen könnten, dass andere Staaten auf chinesische KI-Produkte auswichen. Denn die neuesten US-amerikanischen KI-Modelle seien ihren chinesischen Konkurrenten nicht weit voraus.
US-Präsident Donald Trump beharrte nach einem Treffen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping jedoch darauf, dass die besten Nvidia-Chips nicht exportiert werden dürfen. "Die fortschrittlichsten Technologien werden wir niemandem außer den Vereinigten Staaten überlassen" , sagte Trump in einem Interview mit dem Sender CBS(öffnet im neuen Fenster) .



