Nvidia-CEO: Knappheit bei Geforce RTX 3080/3090 dauert wohl bis 2021

In einer Fragerunde für Pressemitglieder auf der GTC-Konferenz hat Nvidia-CEO Jensen Huang bestätigt, dass sich die knappe Verfügbarkeit der Grafikkarten Geforce RTX 3080 und Geforce RTX 3090 wohl noch bis zum Jahresende und zum Anfang 2021 hinziehen wird. Das berichtet das IT-Magazin Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster) . "Ich glaube, dass der Bedarf die gesamte Versorgung über das Jahr übersteigen wird" , sagt er. Im Hinblick auf die kommende Weihnachtssaison ergänzt er: "Denken Sie daran, dass wir auf eine noch größere Herausforderung zusteuern, und diese Herausforderung ist die Weihnachtssaison."
Das Problem sei laut Huang dabei nicht, dass Nvidia zu wenig produziere. Der Bedarf für die Karten sei einfach viel zu hoch. "Die 3080 und 3090 haben ein Nachfrage-Problem, kein Angebotsproblem" , ergänzt er. "Die Nachfrage ist viel höher, als wir angenommen haben, und wir haben wirklich eine Menge angenommen." Dabei vergleicht er den Launch der GPUs mit dem Release von Windows 95 oder dem Intel-Pentium-Prozessor.
RTX 3080 und RTX 3090 seien ein Phänomen
"Selbst wenn wir von all der Nachfrage gewusst hätten, denke ich nicht, dass wir so schnell hätten aufstocken können" , sagt Huang in der Fragerunde. "Ich schätze das sehr. Ich denke, dass es kein echtes Problem zu lösen gibt. Es ist ein Phänomen zum Beobachten, es ist nur ein Phänomen" .
Vor kurzem hatte Nvidia angekündigt, dass sich der Launch der Geforce RTX 3070, die für etwa 500 Euro wahrscheinlich am meisten nachgefragt sein wird, bis Ende Oktober hinziehen wird . Sollten die Aussagen seitens Huang stimmen, dann dürfte dies wenig an der Situation ändern. Hinzu kommt, dass mit RTX A600 und A40 der GA102-Chip der RTX 3090/3080 nun auch noch im Profi-Segment eingesetzt wird, was der Verfügbarkeit der Geforce-Modelle nicht zugute kommen dürfte.

Die positive Einstellung von Nvidias CEO ist sicher auch eine deeskalierende Maßnahme, nachdem Nvidia von vielen Seiten und von der Käuferschaft Kritik erhalten hatte . Auch steht der Launch von AMDs neuen RDNA2-Grafikkarten an, die sich als Alternativen zu Nvidias Ampere etablieren sollen. Möglicherweise wird auch dort die Nachfrage ungewöhnlich hoch und die Verfügbarkeit entsprechend knapp sein.



