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Nvidia Ampere: Geforce RTX 3000 Mobile nutzen weniger Shader-Einheiten

Nvidia wird die Geforce RTX 3000 für Notebooks den thermischen Gegebenheiten anpassen, wie Benchmark-Einträge zeigen.
/ Marc Sauter
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Platine einer Geforce RTX 3080 (Bild: Nvidia)
Platine einer Geforce RTX 3080 Bild: Nvidia

Nvidia plant, die Ampere-Generation auch für Laptops einzuführen. Das belegen diverse Datenbanken wie der Geekbench(öffnet im neuen Fenster) und wird von Notebookcheck(öffnet im neuen Fenster) aus eigenen Quellen berichtet. Mit 320 Watt ist die Geforce RTX 3080 (Test) für Desktop-Systeme nicht für mobile Geräte geeignet, auch die Geforce RTX 3070 (Test) mit 220 Watt nicht. Nvidia reduziert daher Power-Budget und Shader-Einheiten.

So soll die Geforce RTX 3080 nur bis zu 150 Watt antreten, weshalb nur 6.144 statt 10.496 ALUs vorhanden sind. Nvidia verzichtet folgerichtig auf einen teilaktivierten GA102-Chip und nutzt stattdessen einen GA104 im Vollausbau, was energetisch die sinnvollere Wahl ist. Anstelle von GDDR6X-Videospeicher setzt Nvidia auf regulären GDDR6, das Interface fällt mit 256 Bit statt 320 Bit schmaler aus. Offenbar sind zwei Versionen geplant, eine mit 16 GByte und eine mit 8 GByte.

Bei der Geforce RTX 3070 kommt ebenfalls ein GA104-Chip zum Einsatz, allerdings mit 5.120 statt 5.888 Shadern. Die thermische Verlustleistung sinkt von 220 Watt auf bis zu 125 Watt, das Interface bleibt 256 Bit breit und bindet 8 GByte GDDR6-Videospeicher an. Die Geforce RTX 3060 hat bisher kein Desktop-Pendant, der bei der Mobile-Variante verwendete GA106 dürfte jedoch der gleiche sein. Hier gibt es 3.840 ALUs samt einem 192-Bit-Interface mit 6 GByte GDDR6, das Power-Budget soll sich auf bis zu 115 Watt belaufen.

Spezifikationen der Geforce RTX 3000 Mobile (Ampere)
RTX 3080 Ti RTX 3080 RTX 3070 Ti RTX 3070 RTX 3060 RTX 3050 Ti RTX 3050
Chip GA103 GA104 GA104 GA104 GA106 GA107 GA107
FP32-ALUs 7.424 (58 SMs) 6.144 (48 SMs) 5.88 (46 SMs) 5.120 (40 SMs) 3.840 (30 SMs) 2.560 (20 SMs) 2.048 (16 SMs)
TMUs 232 192 184 160 120 80 64
RT-Cores v2 58 48 46 40 30 20 16
Tensor-Cores v3 232 192 184 160 120 80 64
Boost-Takt 1.125 bis 1.590 MHz 1.245 MHz bis 1.710 MHz 1.035 bis 1.485 MH 1.290 MHz bis 1.620 MHz 1.283 MHz bis 1.703 MHz 1.035 MHz bis 1.695 MHz 1.057 MHz bis 1.740 MHz
Videospeicher 16 GByte GDDR6 8 GByte / 16 GByte GDDR6 8 GByte GDDR6 8 GByte GDDR6 6 GByte GDDR6 4 GByte GDDR6 4 GByte GDDR6
Geschwindigkeit (?) 12 GBit/s oder 14 GBit/s (?) 12 GBit/s oder 14 GBit/s 12 GBit/s oder 14 GBit/s 12 GBit/s 12 GBit/s
Interface 256 Bit 256 Bit 256 Bit 256 Bit 192 Bit 128 Bit 128 Bit
Bandbreite (?) 384 bzw 448 GByte/s (?) 384 bzw 448 GByte/s 288 bzw 336 GByte/s 192 GByte/s 192 GByte/s
ROPs (?) 96 96 80 48 (?) (?)
Board-Power 80 bis 150+ Watt (zzgl. 25W Boost) 80 bis 150+ Watt (zzgl. 15W Boost) 80 bis 125 Watt (zzgl. 25W Boost) 80 bis 125 Watt (zzgl. 15W Boost) 60 bis 115 Watt (zzgl. 15W Boost) 35 bis 80 Watt (zzgl. 15W Boost) 35 bis 80 Watt (zzgl. 15W Boost)

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Wie hoch die Frequenzen der drei Geforce RTX 3000 Mobile ausfallen, grenzt Notebookcheck bisher nur rudimentär ein. Angesichts dessen, dass Nvidia eine sehr große Spannweite bei der thermischen Verlustleistung erlaubt, sind Taktraten ohnehin wenig aussagekräftig. So kann die Geforce RTX 3080 zwar als Max-P-Variante mit bis zu 150 Watt betrieben werden, minimal gestattet Nvidia jedoch 80 Watt als Max-Q-Umsetzung.


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