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Nvidia: 10-Bit-Unterstützung für Geforce und Titan unter OpenGL

Nvidia hat den Studio Driver 431.70 veröffentlicht und schaltet damit erstmals 10 Bit pro Farbkanal unter OpenGL auch für Geforce- sowie Titan- Grafikkarten frei. Bisher war das Quadro-Modellen für Software wie Adobe Photoshop, Premiere Pro und Foundry Nuke vorbehalten.
/ Marc Sauter
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8 Bit und 10 Bit im Vergleich (Symbolbild) (Bild: Farhan Perdana via Nvidia)
8 Bit und 10 Bit im Vergleich (Symbolbild) Bild: Farhan Perdana via Nvidia

10 Bit pro Farbkanal statt 8 Bit: Nvidia gibt eine höhere Farbtiefe unter OpenGL für Geforce- und Titan-Karten frei – bisher war diese Funktion künstlich auf die teureren Quadro-Modelle beschränkt. Relevant ist das für professionelle Foto- oder Video-Software wie Adobes Photoshop und Premiere Pro, aber auch Assimilate Scratch, Autodesk RV, Colorfront Transkoder und Foundry Nuke.

Die 30 Bit für alle drei Kanäle zusammen – RGB eben – werden per Studio Driver 431.70(öffnet im neuen Fenster) auf Grafikkarten mit Pascal-, mit Volta- und mit Turing-Architektur unterstützt. Das umfasst somit die Geforce GTX 1000, die Geforce GTX 1600, die Geforce RTX 2000 und die Titan X(P), die Titan V sowie die Titan RTX. In Adobes Photoshop muss die 30-Bit-Option in den Einstellungen angehakt werden, dann gibt es feinere Farbverläufe.

Allerdings galt die bisherige Beschränkung auf 8 Bit nur für OpenGL in Anwendungen, in Spielen mit beispielsweise Direct3D können Entwickler auch 10 Bit nutzen. Praktisch ist das primär für HDR-Gaming sinnvoll, wozu ein entsprechendes Display oder ein Fernseher mit 10 Bit pro Farbkanal benötigt wird – Gleiches gilt, wenn Fotos oder Videos mit dieser Farbtiefe erstellt werden sollen.

Nvidia unterscheidet zwischen dem Game Ready Driver und dem Studio Driver: Ersterer erscheint häufiger und erhält zeitnah Optimierungen für neue Spiele, wohingegen Letzterer in selteneren Abständen veröffentlicht wird und mehr auf den stabilen Betrieb mit professionellen Anwendungen ausgelegt ist. Ob Nvidia die 10 Bit pro Kanal auch für den Game Ready Driver freischaltet, teilte der Hersteller nicht mit. AMD wiederum sieht 30 Bit Farbtiefe einzig für die Radeon Pro WX vor.


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