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NVDIMM-P: Module mit nichtflüchtigem Speicher spezifiziert

Hinter NVDIMM -P verbergen sich spezielle Speichermodule mit Persistent Memory, die eine hohe Kapazität für Server -CPUs aufweisen.
/ Marc Sauter
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Intels Optane Persistent Memory implementiert NVDIMM-P bereits. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Intels Optane Persistent Memory implementiert NVDIMM-P bereits. Bild: Marc Sauter/Golem.de

Das Speichergremium Jedec hat mit NVDIMM-P(öffnet im neuen Fenster) einen neuen Standard final spezifiziert, wobei das P für Persistent Memory steht. Darunter fallen nichtflüchtige Speichermedien wie ReRAM, die auf einem DDR4-kompatiblen Modul verbaut werden.

Ausgeschrieben wird NVDIMM-P als Non Volatile Dual Inline Memory Module with Persistence, was den Standard gut beschreibt. Die Idee ist nicht neu, sie wird von Intel mit dem nichtflüchtigen 3D-Xpoint-Speicher und dem darauf basierenden Optane Persistent Memory bereits in zwei Generationen (Apache Pass & Barlow Pass) verkauft.

Bei NVDIMM-P wird der flüchtige (DDR4-)DRAM durch ein nichtflüchtiges Speichermedium ersetzt, wodurch signifikant mehr Kapazität möglich ist. Zwar sind die Datenraten geringer als bei DRAM, verglichen mit einer per PCIe angeschlossenen SSDS fallen Lese- und Schreibgeschwindigkeit dennoch drastisch höher aus.

In-Memory-Computing als Paradebeispiel

Das ist wichtig für In-Memory-Computing, wo alle Daten lokal im Arbeitsspeicher vorgehalten werden - eines der bekanntesten Beispiele ist SAPs Hana(öffnet im neuen Fenster) . Weitere Anwendungen sind das Hosten von Spieleclients oder virtuellen Maschinen (VMs) sowie Containern im permanentem Speicher, wobei Datenbanken bisher am stärksten von Persistent Memory profitieren.

Laut den technischen Daten ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) entspricht NVDIMM-P einem LRDIMM (Load Reduced) für DDR4-Speicher, wie es bei Server-CPUs verwendet wird. Welcher Persistent Memory zum Einsatz kommt, obliegt den implementierenden Herstellern: Generell wird hier von Storage Class Memory gesprochen, darunter fällt neben 3D Xpoint auch ReRAM.

Dieser Speicher wird unter anderem von Flash Forward (Kioxia & Western Digital) vorangetrieben, HPE wollte ihn einst in The Machine einsetzen. Seitens Everspin gibt es MRAM, dieser magnetisch arbeitende Speicher weist aber nur eine Kapazität von 1 GBit auf, was für Module mit mehr Kapazität, als ihn DRAM liefert, zu wenig ist.

Neben NVDIMM-P existieren noch NVDIMM-F (für Flash-Speicher) und NVDIMM-N (Flash plus DRAM plus Stützkondensatoren), allerdings sind beide Standards noch nicht final spezifiziert. Das hindert Hersteller wie Crucial/Micron aber nicht daran, entsprechende Module zu entwickeln und an Partner auszuliefern.


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