NVDIMM-P: Module mit nichtflüchtigem Speicher spezifiziert
Das Speichergremium Jedec hat mit NVDIMM-P(öffnet im neuen Fenster) einen neuen Standard final spezifiziert, wobei das P für Persistent Memory steht. Darunter fallen nichtflüchtige Speichermedien wie ReRAM, die auf einem DDR4-kompatiblen Modul verbaut werden.
Ausgeschrieben wird NVDIMM-P als Non Volatile Dual Inline Memory Module with Persistence, was den Standard gut beschreibt. Die Idee ist nicht neu, sie wird von Intel mit dem nichtflüchtigen 3D-Xpoint-Speicher und dem darauf basierenden Optane Persistent Memory bereits in zwei Generationen (Apache Pass & Barlow Pass) verkauft.
Bei NVDIMM-P wird der flüchtige (DDR4-)DRAM durch ein nichtflüchtiges Speichermedium ersetzt, wodurch signifikant mehr Kapazität möglich ist. Zwar sind die Datenraten geringer als bei DRAM, verglichen mit einer per PCIe angeschlossenen SSDS fallen Lese- und Schreibgeschwindigkeit dennoch drastisch höher aus.
In-Memory-Computing als Paradebeispiel
Das ist wichtig für In-Memory-Computing, wo alle Daten lokal im Arbeitsspeicher vorgehalten werden – eines der bekanntesten Beispiele ist SAPs Hana(öffnet im neuen Fenster). Weitere Anwendungen sind das Hosten von Spieleclients oder virtuellen Maschinen (VMs) sowie Containern im permanentem Speicher, wobei Datenbanken bisher am stärksten von Persistent Memory profitieren.
Laut den technischen Daten (PDF(öffnet im neuen Fenster)) entspricht NVDIMM-P einem LRDIMM (Load Reduced) für DDR4-Speicher, wie es bei Server-CPUs verwendet wird. Welcher Persistent Memory zum Einsatz kommt, obliegt den implementierenden Herstellern: Generell wird hier von Storage Class Memory gesprochen, darunter fällt neben 3D Xpoint auch ReRAM.
Dieser Speicher wird unter anderem von Flash Forward (Kioxia & Western Digital) vorangetrieben, HPE wollte ihn einst in The Machine einsetzen. Seitens Everspin gibt es MRAM, dieser magnetisch arbeitende Speicher weist aber nur eine Kapazität von 1 GBit auf, was für Module mit mehr Kapazität, als ihn DRAM liefert, zu wenig ist.
Neben NVDIMM-P existieren noch NVDIMM-F (für Flash-Speicher) und NVDIMM-N (Flash plus DRAM plus Stützkondensatoren), allerdings sind beide Standards noch nicht final spezifiziert. Das hindert Hersteller wie Crucial/Micron aber nicht daran, entsprechende Module zu entwickeln und an Partner auszuliefern.
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