Nuvem: Google baut neues Seekabel nach Europa
Google baut ein weiteres Seekabel aus den USA nach Europa. Es landet auch auf der Atlantikinsel Bermuda.
Google will ein neues transatlantisches Seekabel verlegen, das Portugal, Bermuda und die USA verbindet. Das gab Brian Quigley, Vice President Global Network Infrastructure bei Google Cloud, am 25. September 2023 bekannt. Benannt ist das Seekabel nach dem portugiesischen Wort für Wolke.
Google erklärte, dass das Nuvem-Kabel voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb gehen werde, mit Landepunkten in South Carolina, Bermuda und Portugal. Die Atlantikinsel Bermuda ist vor allem für Steuervermeidung von Großkonzernen bekannt, was auch von Google massiv genutzt wird. Angaben zur technischen Kapazität und zu Auftragnehmern wurden bisher nicht gemacht.
Google bestätigte dem Magazin Techcrunch, der einzige Geldgeber des neuen Kabels zu sein. Durch den Handelskrieg zwischen den USA und China werden internationale Partnerschaften bei Seekabeln häufig durch die US-Regierung untersagt.
Nuvem solle Latenz für Google-Nutzer und Google-Cloud-Kunden auf der ganzen Welt verringern, hieß es. Es wird nicht öffentlich zugänglich sein. Zusammen mit den Seekabeln Firmina und Equiano soll es wichtige neue Datenleitungen schaffen, die Nordamerika, Südamerika, Europa und Afrika verbinden.
Google bei Seekabeln im Alleingang
Das von Google errichtete Seekabel Firmina verbindet die Ostküste der Vereinigten Staaten mit Las Toninas in Argentinien. Zwei Landungen befinden sich in Praia Grande, Brasilien, und Punta del Este, Uruguay. Firmina war das 16. Unterseekabel, in das Google investierte, und das sechste, das vollständig ohne Finanzierungspartner gebaut wurde.
Das Kabel Equiano landete im Jahr 2022 in Nigeria, Namibia und Südafrika und verbindet Afrika über Portugal mit Europa. Google finanzierte das Projekt.