Nutzungsbedingungen: Google wegen "Mitlesen" von E-Mails abgemahnt

Google "liest" die E-Mails seiner Nutzer ohne konkrete Einwilligung mit, um diesen dann maßgeschneiderte Produktinformationen anzuzeigen. Verbraucherschützer verurteilen dies nun als rechtswidrige Praxis.

Artikel veröffentlicht am ,
Google-Logo im Büro des Unternehmens in Toronto
Google-Logo im Büro des Unternehmens in Toronto (Bild: Mark Blinch/Reuters)

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat Google wegen Erfassens von E-Mail-Inhalten für Werbezwecke abgemahnt. Wie der VZBV am 6. Januar 2016 bekanntgab, geht es nicht darum, diese Praxis zu verhindern, sondern um zwei Klauseln in der Datenschutzerklärung von Google.

Stellenmarkt
  1. Software Engineer (m/w/d)
    ADAC IT Service GmbH, ADAC Zentrale München
  2. SAP Solution Architekt (m/w/d)
    Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
Detailsuche

So nehme sich der Konzern heraus, automatisiert Inhalte der Nutzer, zum Beispiel E-Mails, zu analysieren, um personalisierte Werbung zu platzieren. Der VZBV hält das für rechtswidrig, weil es keine wirksame Einwilligung der Nutzer in diese intensive Art der Datenauswertung gebe.

"Es kann nicht sein, dass Google die E-Mails seiner Nutzer ohne spezifische Einwilligung mitliest, um diesen dann maßgeschneiderte Produktinformationen anzuzeigen", sagte Heiko Dünkel, Referent im Team Rechtsdurchsetzung beim VZBV. In Teilen der aktuellen Datenschutzerklärung werde diese Praxis zwar allgemein angekündigt, allerdings ohne die Verbraucher um Zustimmung zur konkreten Datenerhebung und Datennutzung zu bitten.

Vertragsklauseln des Internetkonzerns schon früher rechtswidrig

Der Begriff Werbung in der Datenschutzerklärung von Google werde nicht näher beschrieben, so dass theoretisch sogar Anrufe beim Nutzer gemeint sein könnten. "Auf welchen Kanälen und für welche Produktgruppen geworben werden soll, ist für den Verbraucher nicht klar erkennbar", betonte Dünkel.

Golem Karrierewelt
  1. Angular für Einsteiger: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Bereits im November 2013 hatte das Landgericht Berlin zahlreiche Vertragsklauseln des Internetkonzerns für rechtswidrig erklärt. Insgesamt 25 Klauseln aus den Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen seien unbestimmt formuliert und schränkten die Rechte der Verbraucher unzulässig ein, so das Gericht (Aktenzeichen: 15 O 402/12). Geklagt hatte auch hier der VZBV.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


raskani 08. Jan 2016

wenn jemand aber nicht bei google ist, eben weil er den datenschutz und...

pandarino 07. Jan 2016

Ah, ich wuste nicht, dass man bei Google eine eigene Domain bekommen kann...

Doedelf 07. Jan 2016

ich hab kurz vor Weihnachten mit einem Händler per email hin und her geschrieben. Der...

raskani 06. Jan 2016

nicht anders ist dies auch bei firmen. firmen werden in dieser hinsicht jedoch andere...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wegen Twitter-Deal
Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Milliardenwert

Der Tesla-CEO bereitet sich auf den "hoffentlich unwahrscheinlichen" Fall vor, dass er Twitter tatsächlich kaufen muss.

Wegen Twitter-Deal: Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Milliardenwert
Artikel
  1. Datenschutz bei Whatsapp etc.: Was bei Messengerdiensten zu beachten ist
    Datenschutz bei Whatsapp etc.
    Was bei Messengerdiensten zu beachten ist

    Datenschutz für SysadminsIn einer zehnteiligen Serie behandelt Golem.de die wichtigsten Themen, die Sysadmins beim Datenschutz beachten müssen.
    Eine Anleitung von Friedhelm Greis

  2. Apollo Go: Baidu bietet regulären Dienst mit Robotaxis an
    Apollo Go
    Baidu bietet regulären Dienst mit Robotaxis an

    In Chongqing und Wuhan darf der chinesische Digitalkonzern Baidu regulär Passagiere in autonom fahrenden Taxis befördern.

  3. Native ARM-Version ausprobiert: Microsoft Teams für Apple Silicon endlich benutzbar
    Native ARM-Version ausprobiert
    Microsoft Teams für Apple Silicon endlich benutzbar

    Die native ARM-Version von Teams für Macs mit Apple Silicon hat es in sich: Neben deutlichen Performance-Gewinnen überrascht die Akkulaufzeit.
    Ein Bericht von Martin Böckmann und Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Gigabyte RTX 3080 Ti 1.089€, Gigabyte RTX 3080 12GB 859€) • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs bis -30% • Sharkoon PC-Gehäuse -53% • Philips Hue -46% • Günstig wie nie: Samsung SSD 2TB Heatsink (PS5) 219,99€ • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /